Digital diktieren am Computer mit Spracherkennung und digitalen Diktiergeräten: Tipps und Tricks, Erfahrungsberichte und Links zu Dragon NaturallySpeaking und anderen Hilfsmitteln.
31 Mai 2007
Sonntag die FAS kaufen
ein neues Gerät anzuschaffen, sollte ihn vorher lesen.
Ich weiß schon, was drin vorkommt - und wer :-)
29 Mai 2007
Dragon NaturallySpeaking 9.5 - erste Erfahrungen
Zuerst zur Installation:
Erst wird die heruntergeladene Datei in ein temporäres Verzeichnis entpackt, dann wird aus diesem Verzeichnis die Installation gestartet. Die entpacken Dateien sind übrigens exakt genauso groß wie die Datei, die heruntergeladen wurde.
Da es sich um Dragon NaturallySpeaking Professional handelt, sind Vokabulare, die mit der Medical Edition erstellt wurden, nicht kompatibel.
Die erste Auffälligkeit, die ich geprüft habe, ist das Verhalten der Zahlen, das seit Dragon NaturallySpeaking 9.1 Schwierigkeiten bereitet. Normal ist, dass Dragon NaturallySpeaking alle Zahlen zwischen eins und neun als Wort schreibt. Normal sollte aber eigentlich auch sein, dass Zahlen Kombinationen wie Telefonnummern oder Postleitzahlen, die diktiert werden, automatisch als Ziffern geschrieben werden. Seit Dragon NaturallySpeaking 9.1 ist dem nicht mehr so, auch die Version 9.5 übernimmt diesen Fehler. Die einzige Lösung besteht darin, aus einer funktionierenden Dragon NaturallySpeaking 9.0-Installation ff. Dateien zu kopieren und in die entsprechenden Verzeichnisse von Dragon NaturallySpeaking 9.5 zu stellen:
C:\Dokumente und Einstellungen\All Users\Anwendungsdaten\Nuance\NaturallySpeaking9\Data\deu\itn\numrules.dat
C:\Dokumente und Einstellungen\All Users\Anwendungsdaten\Nuance\NaturallySpeaking9\Data\deu\itn\Numwords.dat
C:\Dokumente und Einstellungen\All Users\Anwendungsdaten\Nuance\NaturallySpeaking9\Data\deu\itn\Numlists.dat
C:\Dokumente und Einstellungen\All Users\Anwendungsdaten\Nuance\NaturallySpeaking9\Data\deu\dat\numbers.dat
Danach werden die Zahlen wieder wie gewohnt als Ziffern geschrieben, im Satzkontext allerdings weiterhin als Wörter (z.B. "Drei Männer gingen die Straße entlang).
Achtung: dies geschieht auf eigene Gefahr! Lieber vorher eine Sicherheitskopie der Dateien machen!
Wenn das erfolgt ist, schreibt Dragon NaturallySpeaking Telefonnummern wieder richtig:
089 - 244104445
Weitere Unregelmäßigkeiten habe ich bisher noch nicht festgestellt, nach weiteren Fehlerbehebungen habe ich noch nicht gesucht. Dies kommt dann in den nächsten Tagen an dieser Stelle.
25 Mai 2007
Dragon 9.5 Professional ist da ...
Zur Installation braucht man eine gültige Seriennummer für NaturallySpeaking 9 - von daher nützt einem also die Datei alleine gar nichts, die außerdem mit 1,3 GB ganz schön heftig ausfällt.
Da ich ja im Besitz einer gültigen Seriennummer bin, werde ich mir die neue Version demnächst mal installieren und schauen, ob denn alles läuft, ob der Fehler mit den Zahlen beseitigt wurde, vielleicht sogar das Datum ordentlich erkannt wird, und ob auch Diktiergeräte wieder trainiert werden können - all das ist in 9.1 offen.
Als nächstes erwarten wir dann Dragon NaturallySpeaking Legal und Dragon NaturallySpeaking Medical.
21 Mai 2007
Zahlen, Zahlen, immer nur zahlen
1. Laden Sie bitte Ihren Sprecher/Ihr Vokabular und wählen Sie dann "Wörter - Anzeigen/bearbeiten"
2. Suchen Sie sich in der Liste der Wörter den Eintrag mit geschriebener Form "eins" und markieren Sie diese Eintrag durch Anklicken. Am schnellsten geht es vermutlich, wenn Sie im Eingabefeld "Geschriebene Form" das Wort "eins" tippen.
3. Klicken Sie dann auf "Eigenschaften".
4. Setzen Sie das Häkchen vor "Alternative Schreibweise" und geben Sie im Eingabefeld dahinter die entsprechende Ziffer (1) ein, wenn sie nicht ohnehin schon vorgeblendet wird.
5. Klicken Sie auf OK.
Nach genau dem selben Muster verfahren Sie nun bei den restlichen Ziffern. Führen Sie hierzu die Schritte 2-5 bei den weiteren Wörtern "zwei" bis "neun" und auch bei den groß geschriebenen Varianten "Eins" bis "Neun" durch. Zum Schluß schließen Sie bitte noch den Dialog "Vokabular bearbeiten" und erhalten nun jeweils die Ziffer hingeschrieben, wenn Sie eine Zahl zwischen 1 und 9 diktieren. Bitte denken Sie auch daran, dass Sie Ihr Sprecherprofil speichern müssen, um die soeben durchgeführten Änderungen zu sichern.
[Courtesy of Martin Müller]
So, das muss für die Zahlen reichen. Alles weitere in DNS 10 :-)
14 Mai 2007
Bitte Zahlen!
Damit Dragon NaturallySpeaking die Zahlen von 1 bis 9 korrekt als Ziffern schreibt, ist es nötig, diese Ziffern mit dem Wort "Ziffer" auszusprechen, also "Ziffer 1", "Ziffer 2" und so weiter.
Will man den Ausdruck "Ziffer 1" diktieren (also z.B. ein Rechtsanwalt), sagt man das Wort "Ziffer" zweimal, also zum Beispiel diktieren: "Ziffer Ziffer 1", damit korrekt "Ziffer 1" geschrieben wird.
27 April 2007
Die Unterstützergruppe
25 April 2007
Umsteigen auf Firefox?
Vielleicht sollte man doch mal den Standard wechseln. Nur schade, dass es zwei Tage dauert, bis man alle Einstellungen in Firefox so gemacht hat, wie man es von Opera gewöhnt ist - und man muss auch ständig irgendwelche Erweiterungen herunterladen. Dann ist er auch nicht mehr schneller.
Wumbaba!
Aus "Rechtsanwälte Wehr und Schäfer" macht Dragon NaturallySpeaking "Rechtsanwälte mehr und schärfer".
[2. Fehler wurde auf Anfrage entfernt]
Noch etwas: die neueste Version von Blogger arbeitet offensichtlich nicht mehr anständig mit dem Opera-Browser zusammen. Schon in der letzten Version gab es Probleme, die Opera relativ schnell beheben konnte, aber Google ist halt immer einen Schritt voraus mit der Technik und baut neue Fehler ein. Ich prangere das an und diktiere hiermit in Firefox! (und siehe da - alles funktioniert hervorragend. Ich sollte vielleicht umsteigen.)
09 März 2007
Neues Diktiergerät: Philips Digital Pocket Memo 9600 mit DSS Pro
Das neue Philips Digital Pocket Memo 9600 ist das erste Diktiergerät, das den neuen DSS Pro-Standard unterstützt. Als wichtigstes Merkmal lassen sich mit diesem Standard Diktate verschlüsseln – wenn die Speicherkarte mal wegkommt, kann die Diktate keiner abhören.
Nimmt man das Gerät in die Hand, fälllt zuerst die angenehme Haptik auf, die sehr an das Olympus DS-4000 erinnert. Mit den alten Pocket Memos bin ich nie richtig warm geworden; das 9600 liegt dagegen gut in der Hand, das Metall fühlt sich sehr angenehm an und der Schiebeschalter ist sehr angenehm zu bedienen. Auch die fünf Tasten auf der Vorderseite sind intuitiv zu bedienen. Das Display, angeblich das größte auf dem Markt, zeigt nicht nur die üblichen Informationen an, sondern auch die Belegung des Schiebeschalters – die lässt sich nämlich anpassen an den Olympus-, Grundig- oder Philips-Standard. Das 9600 funktioniert dabei wie ein Olympus-Gerät, dessen Schalter oben zur Aufnahme einrastet. Das 9620 hat dagegen den bekannten Philips-Schiebeschalter, der - wie auch der von Grundig - nach oben und unten gefedert ist, d.h. in der obersten Position nicht einrastet. Meine Wahl ist klar - ich brauche die Aufnahmeposition ganz oben, sonst vertue ich mich ständig.
Ein ganz cooles Feature ist die als Zubehör erhältliche LAN-Docking Station, die die Übertragung von Diktaten ohne PC ermöglicht. Man steckt das Gerät ein, und das Diktat wird verschickt. Wie genau, schaue ich mir heute auf dem Nuance-Event näher an.
Nachtrag: Die LAN-Station war leider noch nicht vorhanden.
27 Februar 2007
Das Ende der Mythen

Das Grundig Digta 415 Diktiergerät gibt es im 4voice-Shop zu kaufen :-)
Aber Obacht - ein Diktat war nach diesem Ergebnis nicht mehr ordentlich möglich.
Warum? Weil die "Tonqualität" in Wirklichkeit das Verhältnis von Geräusch (d.h. Sprache) und Nebengeräusch angibt, und weil die Aufnahmequalität so schlecht war, dass erst gar keine Nebengeräusche empfangen wurden. Dragon regelt die Aufnahmelautstärke so weit runter, dass beim Diktat nichts mehr ankommt.
Bevor Sie aber jetzt Ihre Bestellung widerrufen - der Fehler lag an einer Einstellung des Diktiergerätes. Die Voice Activation war eingeschaltet, und damit kamen diese Resultate. Nach der Deaktivierung war der Wert wieder normal (zwischen 15 und 20).
Was lernt uns das? Ein hoher Wert im Audio-Assistenten ist kein zuverlässiger Indikator für eine hohe Tonqualität vom Eingabegerät (ich hatte mal 36 mit einem Grundig ProMic, und die Erkennungsrate war auch nicht besser als sonst). Er kann im Gegenteil sogar ein Hinweis auf eine Fehlfunktion sein.
Geben wir uns also weiterin mit unseren Durchschnittswerten zufrieden und verwenden wir unsere Energie lieber, wie es im Training heißt, auf eine klare und deutliche Aussprache beim Diktieren!
26 Februar 2007
Sprachbefehle für Fortgeschrittene
23 Februar 2007
Und noch einmal: Hinzufügen von Wörtern zum Vokabular
Kollege Patrick Staisch stellte beim Test fest, dass jede Änderung, die über das Dialogfeld "Optionen" in Dragon NaturallySpeaking gemacht wird, dafür sorgt, dass die von Hand gemachten Änderungen der Datei options.ini verloren gehen. Dies kann ich bestätigen - es reicht sogar aus, einfach nur das Dialogfeld "Optionen" aufzurufen und mit Klick auf "Okay" wieder zu schließen - man muss noch nicht einmal etwas verändern.
David Peters, dem ich den ersten Hinweis auf das Verhalten von Dragon NaturallySpeaking verdanke, auch einfach im Text von Hand vorgenommene Änderungen ins Vokabular zu übernehmen, freut sich verständlicherweise über den Hinweis und ergänzt, dass es vollkommen normal ist, dass Dragon NaturallySpeaking sämtliche Änderungen in der Datei options.ini überschreibt, sobald man im Dialogfeld "Optionen" irgendetwas verändert. Man hat also die Wahl, entweder dieses Dialogfeld zu verwenden (und dann nicht auf einige Funktionen zurückgreifen zu können) oder aber immer nur die Datei zu editieren.
Fazit: die einmal gemachten Einstellungen sollte man sorgfältig wählen und dann nicht mehr verändern. Außerdem gilt hier wie immer: bevor man eine Systemdatei editiert, sollte man ein Back-up von ihr machen.
Und für die nächste Version wünschen wir uns dann, dass man solche doch recht wichtigen Änderungen nicht nur durch editieren einer Systemdateien machen kann, sondern - wie in anderen Programmen üblich - in der Benutzeroberfläche. Und weil es eine Spracherkennung ist, vielleicht sogar per Sprachbefehl.
So, dieser Beitrag markierte ein kleines Jubiläum: Netznotiz Nummer 100! Glückwünsche werden gerne entgegengenommen.
19 Februar 2007
Neues DSS Pro-Format
Ein Player soll demnächst kostenlos bei den Herstellern erhältlich sein; im Moment habe ich aber nur die alte Software gefunden (und selbst die Pressemitteilung ist noch nicht überall online - da wirds wohl mal wieder was dauern).
Wie merkwürdig ist das denn?
Und jetzt der Tipp des Tages: Befehle lassen sich auf einfache Weise trainieren. Man muss dazu gar nicht das Befehlscenter öffnen - es reicht vollkommen, wenn man im Menü "Wörter - trainieren" den Befehl eintippt, der trainiert werden soll, und dann das Training durchführt. (Natürlich kann man den Befehl nicht einfach diktieren - er würde dann ja ausgeführt werden.)
Noch ein Tipp: Trainieren Sie das Wort oder den Befehl in diesem Fenster so häufig, bis der graue Punkt, der normalerweise zu sehen ist, einmal kurz Grün aufleuchtet. Besser zweimal. Auf diese Weise habe ich sogar den ansonsten sehr störrischen Befehl "nimm zwei" in den Griff bekommen.
16 Februar 2007
Jetzt brauche ich auch mal Hilfe
15 Februar 2007
Video: Spracherkennung bei PC Pro
Nuance bewirbt jetzt Spracherkennung als Tool für Blogger -
Ungefragt natürlich, und ohne mich selbst eingetragen zu haben. Wer sich einträgt, bekommt ein Dragon Standard geschenkt - als ob ich das nötig hätte.
Ich gestehe: Ich diktiere nicht alles in diesem Blog. Wenn Nuacne mal den Opera Web Browser unterstützen würde, sähe das womöglich anders aus.
Nachtrag: Automatisches Hinzufügen von Wörtern beeinflussen
DNS Comfort geht einen Schritt weiter und bietet eine Übersicht über die hinzugefügten Wörter an. Die Schönheit daran ist, dass man entscheiden kann, was man wirklich behalten möchte, und damit einen besseren Überblick über das Vokabular hat. Ob man es braucht, ist wohl (wie so oft) eine Frage der persönlichen Vorlieben.
Eine kostenlose Testversion gibt es unter http://www.fachvokabulare.de. Dort ist auch beschrieben, was DNS Comfort sonst noch kann.
12 Februar 2007
Automatisches Hinzufügen von Wörtern beeinflussen
Hier und hier hatte ich schon einmal davon berichtet, dass Dragon NaturallySpeaking auch Wörter, die über die Tastatur korrigiert werden, unaufgefordert zum Vokabular hinzufügt - in Dragon NaturallySpeaking 9 kann man dieses Verhalten jetzt wenigstens abstellen. Dazu nimmt man unter "Optionen - Korrektur" den Haken vor "Wörter automatisch zum Vokabular Hinzufügen" raus.
Nachteil: auch Wörter, die ich über das Buchstabierfenster neu eingegeben habe, werden dann nicht mehr ins Vokabular übernommen. Es besteht nur noch die Möglichkeit, neue Wörter über "Vokabular bearbeiten" hinzuzufügen - nicht sehr schön.
Willy Sander hat ein Werkzeug bereitgestellt, welches zumindest die gröbsten Fehler bei der Übernahme neuer Wörter ins Vokabular beseitigt, aber das eigentliche Problem nicht löst: ich will nicht, dass Dragon NaturallySpeaking irgendetwas, was ich mit der Tastatur eingebe, versehentlich in den Wortschatz aufnimmt. Ich will aber, dass alle meine Korrekturen aufgenommen werden.
Abhilfe schafft da ein Eintrag in der Datei options.ini, zu finden unter: C:\Dokumente und Einstellungen\All Users\Anwendungsdaten\Nuance\NaturallySpeaking9\Users\[Benutzername]\current. Nimmt man wie beschrieben den Haken raus, werden zwei neue Zeilen in diese Datei geschrieben:
Automatically Add Words=0
Add Words on Correction=0
Ändert man diese Zeilen zu:
Automatically Add Words=0
Add Words on Correction=1
So werden Wörter, die über das Buchstabierfenster eingegeben werden, ins Vokabular übernommen; Wörter, die während des Diktats eingetippt werden, aber nicht. Somit haben wir endlich das Verhalten, das - zumindest mir - logisch erscheint.
08 Februar 2007
Berliner Zeitung : Bitte sprich nicht mit mir, Windows Vista!
Der Vista-Spracherkennungs-Bug ist jetzt auch in der Tagespresse angekommen und wurde auch gleich vom Kunden thematisiert. Meine Meinung dazu: wer mit offenem Schiebedach unter einem Tabenschlag herfährt, soll sich nicht wundern, wenn ihm was auf den Kopf fällt...
Abgesehen davon legen all diese Beiträge eine bemerkenswerte Ignoranz an den Tag, was die Arbeit mit Spracherkennung angeht. Wenn ich nicht diktiere, schalte ich mein Mikrofon ab. Dasselbe bringe ich auch all meinen Kunden bei. Und zwar nicht aus Angst von "präparierten Dateien", sondern wegen ganz normalen Nebengeräusche.
Also:
Nach dem Sprechen Mikrofon ausschalten.
Vor dem Schreiben Gehirn einschalten.
Ganz einfach, oder?