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09 Juni 2015

Dragon Medical Practice Edition 3 ist da

Soeben eingetroffen: die neue Dragon Medical Practice Edition 3. Auch Ärzten steht jetzt die hervorragende Erkennung und die stabile Laufleistung der neuesten Dragon-Engine zur Verfügung, die schon in Dragon NaturallySpeaking 13 hervorragende Dienste tat.
Natürlich hat die Dragon Medical Practice Edition 3 alle neuen Merkmale von Dragon NaturallySpeaking 13: eine komplett neu designte Dragon-Leiste, eine vereinfachte Benutzerführung beim Anlegen von Sprecherprofilen, endlich eine intuitive Verwaltung verschiedener Diktierquellen, und – ganz wichtig – uneingeschränkte benutzerdefinierte Befehle, also Sprachbefehle, die freies Diktat enthalten können. Damit bietet die Dragon Medical Practice Edition 3 (DMPE 3) einen noch schnelleren und besseren Einstieg in die Spracherkennung für Ärzte sowohl in der Praxis als auch in der Klinik. Das Diktat wird einfacher und genauer; die Bedienung passt sich besser den unterschiedlichen Ansprüchen an.
Darüber hinaus bietet die DMPE 3 aber auch zusätzliche Features, die besonders für Mediziner interessant sein dürften und in Dragon NaturallySpeaking Professional und Legal nicht enthalten sind:
  • Das Diktat in alle gängigen medizinischen Fachanwendungen wird unterstützt. Mithilfe des Diktierfenster kann auch in Fachanwendungen diktiert werden, die ansonsten nicht spracherkennungsfreundlich sind.
  • Das Diktierfenster kann transparent oder verborgen eingestellt werden. Damit ist ein Diktat auch dann möglich, wenn der Cursor in einer anderen Anwendung steht, z.B. Bilder befundet werden.
  • Optional kann das Diktierfenster auch zur Anwendung verankert werden und beim Diktat in nicht unterstützte Textfelder automatisch geöffnet werden.
  • Integration des Nuance PowerMic 2 ohne weitere Treiber
  • wenn ein medizinischer Wortschatz geladen ist, stehen zusätzliche Formatierungsmöglichkeiten zur Verfügung, z.B. für Wirbelkörper, Gradzahlen, alle möglichen Abkürzungen.
  • im Vokabular-Editor gibt es einen zusätzlichen Eintrag unter „Anzeige“: Wörter mit benutzerdefinierten Eigenschaften
  • Eine Exportmöglichkeit für Wörter mit benutzerdefinierten Worteigenschaften ermöglicht es, auch die Wörter in einer XML-Datei zu exportieren, die im Standard-Vokabular enthalten waren und deren Worteigenschaften vom Benutzer angepasst wurden. Dieses Feature wurde schon häufig vermisst und ist nun endlich erhältlich.
  • Im Befehlscenter gibt es ein zusätzliches Menü „Aufgabenliste“
  • Ist ein medizinischer Wortschatz geladen, werden jetzt endlich Zahlen und Daten zwischen 21 und 29 zuverlässig erkannt!
Folgende medizinische Fachwortschätze sind enthalten:
  • Chirurgie
  • Kardiologie
  • Medizin (Allgemeine und Innere Medizin)
  • Neurologie
  • Orthopädie
  • Psychiatrie
  • Radiologie
Außerdem gibt es einen allgemeinen deutschen Wortschatz, z.B. für das Diktat von Privatbriefen, oder auch um die Praxisverwaltung per Sprache erledigen zu können.
Die Systemvoraussetzungen für Dragon Medical Practice Edition 3 sind gegenüber der Version 2 praktisch gleich geblieben. Die DMPE 3 läuft auf jedem halbwegs modernen Rechner mit 4 GB Arbeitsspeicher oder mehr. Die Betriebssysteme Windows XP und Windows Vista werden jedoch nicht mehr unterstützt.
Hier finden Sie die Pressemitteilung von Nuance zum Release der DMPE 3!
Die Dragon Medical Practice Edition 3 ist exklusiv im zertifizierten Fachhandel erhältlich. Hier finden Sie eine Liste aller zertifizierten Händler.

03 September 2014

Neuheiten in Dragon 13

Im Blog unter www.immer-eine-Nuance-besser.de finden Sie ab heute eine Serie mit Neuheiten in Dragon 13. Los geht es mit der neuen Dragon-Leiste, es folgen Hinweise zu Mikrofonen, zum Vokabular-Editor und zu vielen anderen Funktionen.

Schauen Sie regelmäßig hinein und informieren Sie sich über die Neuheiten in Dragon NaturallySpeaking 13!

06 August 2014

Dragon NaturallySpeaking Premium 13 ist da

Als 1. Produkt der neuen Dragon NaturallySpeaking 13-Versionsreihe hat Nuance Dragon NaturallySpeaking Premium 13 vorgestellt. Dragon NaturallySpeaking Premium wendet sich vor allem an Heimanwender, die sich mit Spracherkennung die Arbeit am Computer erleichtern wollen. Dragon NaturallySpeaking Premium 13 wird ab dem 15.08.2014 bei Ihrem Händler erhältlich sein.
Professionelle Anwender, die mit Dragon NaturallySpeaking Professional und Dragon NaturallySpeaking Legal arbeiten,  müssen sich noch etwas gedulden – einen Erscheinungstermin für diese Versionen gibt es leider noch nicht. Dasselbe gilt für Dragon Medical, welches inzwischen eine eigene Versionsnummer und einen eigenen Erscheinungszyklus hat.

Folgendes gefällt uns an Dragon NaturallySpeaking 13 besonders gut:
  • verbesserte Erkennungsgenauigkeit: auch bei weniger deutlicher Aussprache wird das Diktat praktisch fehlerfrei erkannt
  • Systemvoraussetzungen bleiben gleich, Dragon läuft auf dem selben Rechner schneller als die Vorversion
  • besserer Ausnutzung von starken Prozessoren (Sprachmodell BestMatch V funktioniert jetzt reibungslos)
  • einfache Benutzerverwaltung: ein Sprecherprofil ist in 2 Minuten angelegt.
  • Übersichtliche Verwaltung von Mikrofonen: alle verfügbaren Mikrofone werden angezeigt und können ausgewählt werden
  • verbesserte Behandlung von Abkürzungen: Abkürzungen in Großbuchstaben werden ohne zusätzliche „gesprochene Form“ erkannt
  • neugestaltete Dragon-Leiste nimmt weniger Platz auf dem Bildschirm ein; die gewohnte Dragon-Leiste kann auf Wunsch wiederhergestellt werden
  • Diktat nach Mozilla Firefox und Google Chrome wird unterstützt
  • verbesserte Behandlung von alternativen Schreibweisen: Dragon schreibt ein Wort je nach Kontext anders
Auch auf einige verbreitete Probleme wurde reagiert. So erscheint z.B. ein Hinweis, wenn Microsoft Word die Diktatunterstützung für Dragon NaturallySpeaking verloren hat. Wenn die Erkennung nach einiger Zeit schlechter wird (ein häufig verbreitetes Phänomen!), kann das Profil ohne Verlust des Vokabulars  und der Einstellungen neu trainiert werden. Auch die Übersicht, die die tatsächlich verwendeten Mikrofone anzeigt, ist sehr viel besser als die aus früheren Versionen bekannter Verwaltung von so genannten Diktierquellen.

Alles in allem also ein rundum erfreuliches Update! Trotzdem raten wir allen, die mit den professionellen Versionen der Spracherkennung Dragon NaturallySpeaking Professional, Dragon NaturallySpeaking Legal und Dragon Medical arbeiten, mit dem Kauf zu warten, bis die neue Version ihrer Software-Version erschienen ist, auch wenn es im Moment interessante Einführungsangebote gibt. Die volle Leistung Ihrer professionellen Diktiersoftware erhalten Sie nur mit dem richtigen Update! Außerdem zeigt die Erfahrung, dass ein Update von einer der professionellen Versionen auf Premium die gesamte Spracherkennung zerstört.

Bis dahin schauen Sie hier vorbei, wo wir Tipps und Tricks zum Umgang mit Dragon NaturallySpeaking 13 veröffentlichen werden.

26 Mai 2014

Google Glass im Krankenhaus

Technology Review berichtet über Einsatzmöglichkeiten der Google Glass-Datenbrille im Krankenhaus. Ärzte testen in einem Pilotprojekt an einer Klinik in Boston, wie die Datenbrille den Klinikalltag verbessern können.

In der Notaufnahme werden Daten zu Patienten direkt auf das Display der Brille eingeblendet, so dass die Notwendigkeit entfällt, in Akten blättern zu müssen, und der behandelnde Arzt die Hände frei hat.

Dabei ist die Anwendung so programmiert, dass die Google-Datenbrille Video-Verbindungen deaktiviert, während im Krankenhaus mit ihr gearbeitet wird. Das verhindert, dass Patientendaten usw. nach außen gelingen, und hält außerdem Ablenkungen vom Arzt fern.

Spracherkennung ist geplant, aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht im Einsatz – die Google-Technologie ist für die Medizin wohl noch nicht ausgereift, so dass man darüber nachdenkt, einen anderen Anbieter zu integrieren (wer das wohl sein kann?).

Während die Anwendung im medizinischen Bereich sicherlich noch in den Kinderschuhen steckt, zeigt sie auf jeden Fall, dass Google Glass mehr sein kann als als Spielzeug für Nerds. Informationen jederzeit eingeblendet zu bekommen kann für viele Spezialanwendungen hilfreich sein – und bestimmt hilfreicher als die Information, was irgendein Gast vor zweieinhalb Jahren mal über die Pizzeria gesagt, vor der ich gerade stehe.

01 April 2014

FAZ-Bericht: Dictate on Demand und Dra.picture (FAZ, 1.4.2014)

Die FAZ hat in ihrer heutigen Beilage „Technik und Motor“ einen ausführlichen Artikel über zwei Cloud-basierte Diktierlösungen veröffentlicht: zum einen Philips Speech Live, zum anderen das von DictaTeam und EGS Computer Vertrieb GmbH gemeinsam entwickelte Dictate on demand und dra.picture.

Beiden Lösungen ist gemeinsam, dass Diktate auf einem mobilen Eingabegerät, im Klartext also einem iPhone, aufgezeichnet werden und über eine Cloud mehr oder weniger sicher versandt werden. Während Speech Live im wesentlichen dazu da ist, Diktate von unterwegs in den Philips-Diktatworkflow zu übergeben, geht Dictate on demand mit dra.picture einen ganz anderen Weg.
Dr. Michael Spehr, FAZ-Redakteur, beschreibt:

„EGS, die Spracherkennungsspezialisten aus Erkrath haben zusammen mit dem Unternehmen DictaTeam eine iPhone App entwickelt, die einzigartig ist: Sie erlaubt nicht nur das Diktieren von Text, sondern sie hat auch eine Kamerafunktion gleich eingebaut. Und nun der Clou: im Workflow von EGS übernimmt der Spracherkenner Dragon NaturallySpeaking die Transkriptions des Textes und fügt die Fotos genau dort ein, wo der Auslöser betätigt wurde. Architekten, Gutachter und andere erhalten gleich den fertigen Bericht mitsamt Fotodokumentation. Die lästige Fleißarbeit des Heraussuchen von Fotos und des Platzierens an der richtigen Stelle übernimmt das System von EGS…
Der weitere Workflow findet auf dem Server statt. Dragon NaturallySpeaking verarbeitet automatisch die eintreffenden neuen Sprachdateien, wobei das eigene Sprachprofil zum Einsatz kommt. Die Software fügt ferner die Bilder ein und schickt das Ergebnis als Word-Datei in ein frei wählbares Ausgabeverzeichnis.… Es lassen sich eigene Word-Vorlagen verwenden, so dass ein Bericht gleich mit der Optik und dem Layout des Unternehmens erstellt wird. Bei der Transkriptionen mit Dragon kann nachträglich korrigiert und damit der Sprachprofil verbessert werden.
Für den Einsatz des iPhone als Diktiergerät-Ersatz haben sich die Entwickler von DictaTeam und EGS ein weiteres Extra ausgedacht, das ebenfalls einzigartig ist: wer den Schiebeschalter des herkömmlichen Diktiergeräts am Smartphone vermisst, bekommt hier eine Alternative geboten, die verblüffend gut funktioniert: man legt den Daumen auf die Anzeige, und mit Bewegungen nach oben und unten löst man die gewohnten Kommandos aus. Da alles über Software läuft, gibt es den virtuellen Schiebeschalter sowohl für Links- wie auch für Rechtshänder. Auf das eigenständige Diktiergerät solle man also vollends verzichten können“.
Die iPhone App Dictate on demand ist als kostenlose Testversion im App Store erhältlich. Der gesamte Workflow kann über EGS Computer Vertrieb GmbH oder einen Fachhandelspartner bezogen werden.

09 März 2014

Interview zum sicheren mobilen Diktieren

Auf communicate4crm, eine spezielle Informationsplattform zum Thema CRM Customer-Relationship-Management, ist unter

http://bit.ly/1ijDdqD

ein Interview mit Claus Michael Sattler, Datenschutzbeauftragter bei DictaTeam und Gutachter für den Datenschutz, zu den Themen "Datenschutz, Cloud und Sprache in Geschäftsprozessen" im Vorfeld der CeBIT 2014 veröffentlicht. Dabei geht es unter anderem um die Frage, wie auch und auch unterwegs mit einem Smartphone digitales Diktat auf sichere Art versandt und zur Transkription gesendet werden kann.

Eine Schlüsselrolle dabei spielen die neuen Produkte dra.text safe und dra.picture safe, die es ermöglichen, auf dem iPhone ein Diktat aufzuzeichnen, vollständig verschlüsselt an einen Transkriptionsserver im eigenen Hause zu senden und dort von der Spracherkennung Dragon NaturallySpeaking Professional/Legal/Medical umsetzen zu lassen. Dabei ist es sogar möglich, während des Diktats Fotos aufzunehmen, diese mit dem Diktat zu versenden und an der richtigen Stelle in das umgesetzte Dikat einzubauen.

Egs Computer Vertrieb GmbH hat diese Weltneuheit zuerst auf der Medica 2013 vorgestellt. In Kürze wird die Lösung deutschlandweit erhältlich sein.

Welche Gründe für dra.text safe und dra.picture safe sprechen – Datenschutz, Bewahren von persönlichen Geheimnissen im Sinne von § 203 StGB, aber auch Praktikabilität und Effizienz – erfahren Sie aus dem Interview.

21 Januar 2013

Google Chrome mit Spracherkennung

Die neueste version von google chrome enthält eine spracherkennung die aber noch nicht so gut ist wie die von dragon naturally speaking satzzeichen kann ich zum beispiel nicht mit diktieren doppelpunkt die werden ausgeschrieben punkt neuer absatz die erkennung ist aber gar nicht übel ausrufezeichen warum aber nur kleine buchstaben geschrieben werden komma wissen die entwickler selbst am besten neuer absatz wie dem auch sei doppelpunkt hier wächst ein konkurrent herren

Zum Vergleich derselbe Text mit Dragon NaturallySpeaking diktiert (inklusive aller diktierten und ausgelassenen Satzzeichen):

Die neueste Version von Google Chrome enthält eine Spracherkennung die aber noch nicht so gut ist wie die von Dragon NaturallySpeaking. Satzzeichen kann ich z.B. nicht mit diktieren: die werden ausgeschrieben.

Die Erkennung ist aber gar nicht übel! Warum aber nur geschrieben werden, essen die Entwickler selbst am besten

Wie dem auch sei: hier wächst ein Konkurrent heran

Und wer es selber ausprobieren will, lädt sich die Beta-Version 25 von Google Chrome herunter und probiert dort folgenden Link aus: https://www.google.com/intl/en/chrome/demos/speech.html

Technisch gesprochen handelt es sich bei diesem Feature um die Implementierung einer API, mit der Entwickler ihre Webseiten für die Eingabe per Sprache programmieren können. Die eigentliche Erkennung findet auf den Google-Servern statt. Wenn man sich die Spezifikationen etwas näher ansieht, findet man dort auch, dass Ausdrücke wie „neuer Absatz“ eigentlich unterstützt werden müssten. Hier scheint bei der Demo also etwas nicht so zu funktionieren. Der Download von Google Chrome 25 ersetzt also nicht den Kauf einer Spracherkennung zum Diktat in den Browser! (Und ich hatte mich schon gefreut und überlegt, mir ein Chromebook anzuschaffen.)

Anm.: das Wort „Kleinbuchstaben“ ist ein Steuerungsbefehl in Dragon NaturallySpeaking und wurde deswegen ausgelassen. Die Google-Spracherkennung schreibt sie dagegen gnadenlos aus. Ansonsten sehe ich in beiden Texten jeweils genau einen Erkennungsfehler.

Ach so: hier der Bericht bei Heise online, der mich darauf aufmerksam machte.

22 Dezember 2011

Nuance will Vlingo übernehmen

Wie heute bei Heise und in einer Nuance-Pressemitteilung zu lesen ist, bereitet Nuance die Übernahme des Spezialisten für mobile Spracherkennung, Vlingo, vor. Vlingo bietet einen Siri-ähnlichen sprachgestützten Assistenten für verschiedene mobile Geräte, z.B. BlackBerry, Androiden und Windows-gestützte Handys an.

Nuance-Technologie ist ja schon in Siri enthalten, wenn dies auch nicht an die große Glocke gehängt wird. Mit der angekündigten Übernahme wird Nuance versuchen, auch auf Smartphones seine marktbeherrschende Stellung zurückzuerobern bzw. auszubauen (je nachdem, aus welchem Blickwinkel man die aktuellen Technologien sieht).

Die Pressemitteilung ist da ganz eindeutig: nachdem in den letzten Monaten die Nachfrage nach Sprachsteuerung sprunghaft gestiegen ist (Hallo Siri!), sieht man einen Markt in der Größenordnung von 5 Milliarden $ für die Sprachsteuerung von Smartphones, Tablet PCs, Musik-Abspielgeräten, Navigationssystem usw. Die bewährte Strategie von Nuance ist, Anbieter von solchen Technologien aufzukaufen und die Technologie entweder in eigene Produkte einzubauen oder die Produkte gleich mit zu übernehmen.

5 Milliarden $ finde ich allerdings schon eine Hausnummer. Nuance geht offensichtlich davon aus, dass jetzt endlich die soziale Akzeptanz da ist, mobile Geräte, Computer usw. per Sprache zu steuern. Auch hier war Apple wieder Vorreiter.

Eigentlich merkwürdig, dass trotz hartnäckiger Bemühungen Spracherkennung und Sprachsteuerung am PC seit vielen Jahren ein Nischendasein fristet. Hat Nuance nicht laut genug verbreitet, welche Möglichkeiten Dragon NaturallySpeaking schon seit langem bietet, ist die Firma einfach nicht cool genug, oder liegt es am Ende doch an der Qualität des Produktes? Wir erinnern uns an die Reklamen von vor 12 Jahren, als die 1. Spracherkennungssysteme für Privatkunden auf den Markt kamen mit der Versprechungen, man könne ab sofort Tastatur und Maus verbrennen. Davon sind wir immer noch weit entfernt (und das wird auch so bleiben). Seitdem hat die Spracherkennung am Computer ein massives Imageproblem, und das völlig ohne Not: Dragon NaturallySpeaking kann den Computer komplett ohne Handy steuern, und auch die seit Windows Vista ins Betriebssystem eingebaute Spracherkennung hat in dieser Beziehung Maßstäbe gesetzt, die nur leider am Publikum völlig vorbeigegangen sind.

Und das sogar bei Anwendern, die eine Sprachsteuerung bitter nötig hätten. Vor ein paar Wochen habe ich noch mit einem Dragon NaturallySpeaking-Händler telefoniert, der Körperbehinderte ausstattet und berichtet, dass ein Großteil seiner Kunden sich weigert, den Computer per Sprachbefehl zu steuern, obwohl es viel einfacher für sie wäre…

Wenn Siri, Majel oder wer auch immer hier etwas bewirken, ist schon eine Menge erreicht.

02 Dezember 2011

Philips Dictation hat eine neue Website

Philips kündigt die neue Website für seine Diktierprodukte an. Sie ist erreichbar unter http://www.dictation.philips.com/de/home/

Die alte Website ist offenbar schon vom Netz gegangen, jedenfalls kann ich sie nicht mehr aufrufen. (Hallo Philips: eine Umleitung wäre schön gewesen!)

Alles ist sehr viel farbenfroher geworden, aber auch übersichtlich und leicht zu navigieren. Etwas stutzen musste ich beim Produktsupport, weil dort zunächst eine komplette Übersicht aller Produkte angezeigt wird – klickt man aber auf das gewünschte Produkt, erhält man dort alles, was man braucht, in einer praktischen Übersicht.

Ein schicker Relaunch der Seite meiner bevorzugten Diktierhardware.

26 Mai 2011

Dragon-Workshop in Frankfurt

Dragon-Anwender in Frankfurt/Main und Umgebung haben vielleicht Interesse an einem Workshop "Effektives Arbeiten mit Dragon NaturallySpeaking" in Frankfurt am 16. und 17.06.2011. Inhalte des Workshops und Anmeldeformular finden sich unter dem angegebenen Link. Themen sind unter anderem Neuerungen in der aktuellen Version und Möglichkeiten, mit Spracherkennung möglichst effizient zu arbeiten. Ansonsten kann auch auf konkrete Fragen der Teilnehmer eingegangen werden.

Die veranstaltende Firma Evabyte blickt auf eine Erfahrung mit Spracherkennung zurück, die noch wesentlich länger ist als meine. Die Teilnahmegebühr für einen halbtägigen Workshop beträgt 198 €.

09 Dezember 2010

Vorsicht mit Acrobat Reader X und Dragon!

Von verschiedenen Kollegen wurde mir berichtet, dass nach der Installation bzw. dem Upgrade auf Acrobat Reader X Dragon nicht mehr ordnungsgemäß funktioniert. Eine Deinstallation und Neustart löst das Problem in der Regel.

Vor dem Upgrade auf Acrobat Reader X seien also alle Dragon-Nutzer gewarnt!

Der Acrobat Reader 9 läuft bei mir seit langem fehlerfrei.

Grüße an Sascha Christ!

07 Oktober 2010

O2 führt mobilen Schriftdolmetschdienst ein

Wie Heise Online berichtet, richtet O2 einen mobilen Schriftdolmetschdienst für Hörgeschädigte ein. Diese sollen die Möglichkeit haben, einen Schriftdolmetscher vorab zu buchen, der Ihnen gesprochene Sprache vermittels Spracherkennung in Text umsetzt.

Das Besondere am neuen, "Verbavoice" genannten Dienst ist, dass der Dolmetscher online über eine Smartphone oder ein Netbook zugeschaltet wird, also vor Ort nicht anwesend sein muss. Damit ist eine größere Flexibilität für alle gegeben.

Bisher arbeiten Schriftdolmetscher vorwiegend vor Ort und sprechen das nach, was in Schrift umgesetzt werden soll. Die eigentliche Umsetzung erledigt eine Spracherkennung. Wer das Gesagte nicht hört, kann es so auf dem Bildschirm lesen.

In Deutschland arbeitet z.B. die Trierer Firma Kombia in diesem Bereich.

Hier habe ich schon einmal über Schriftdolmetschen berichtet, damals in Zusammenhang mit einem FAZ-Artikel. Verwandt damit ist das Re-Speaking, das beim Fernsehen zur Live-Untertitelung von Fußballspielen, Parlamentsdebatten usw. eingesetzt wird.

27 Januar 2009

SVOX kauft Sprachverarbeitungssparte der Siemens AG

Zur Meldung: SVOX kauft Sprachverarbeitungssparte der Siemens AG: Expansion in Spracherkennung und Sprachdialog

Bei dieser Akquisition geht es nicht um Diktat, sondern v.a. um Anwendungssteuerung im Auto und im Handy: beide Firmen haben hier schon längere Zeit kooperiert. SVOX, die sich bisher eher im Bereich Text-to-speech hervorgetan haben, hat damit jetzt eine Spracherkennungsengine und ist in der Entwicklung von Dialogsystemen unabhängiger.

19 Dezember 2008

Spracherkennung unter Linux als Open Source

Simon listens ist der Titel eines österreichischen Projekts, das unter Windows, aber auch unter Linux eine Open-Source-Spracherkennung zur Verfügung stellen will. Die erste Alpha-Version ist vor kurzem erschienen. Ein Video der Funktionsweise ist auf der Webseite abrufbar.

Bei Simon handelt es sich um eine einfach zu benutzende grafische Schnittstelle für die Spracherkennungs-Software Julius und das HTK-Toolkit. Die benötigten Wörterbücher holt Simon direkt aus dem Wiktionary, einem Wikipedia-Schwesterprojekt. Dateien importiert die Software im HADIFIX- oder HTK-Format. Simon trainiert die Sprache anhand einfacher Beispiele und erkennt so neue Wörter. Da Simon über das TCP/IP-Protokoll auf die Julius-Engine zugreift (die man separat startet), kann die Spracherkennung auf einem zentralen Server erfolgen.

Die Julius-Engine gibt es schon etwas länger, wobei sie als Erkenner zunächst sprachunabhängig entwickelt wurde, um Sprachmodelle beliebiger Sprachen aufzunehmen. Konkret gab es dort Entwicklungen für Japanisch und Englisch, beide noch nicht sehr weit fortgeschritten. Simon-Listens integriert nun ein deutsches Sprachmodell in die Engine, so dass auch Deutsch erkannt wird.

Simon Listens bezieht sich übrigens darauf, dass das Projekt ursprünglich angetreten ist, einem behinderten Jungen namens Simon den Zugang zum Computer zu ermöglichen. Unterstützer werden noch gesucht (mehr dazu hier). Gerade zur Weihnachtszeit doch eine schöne Sache!

(mit Informationen von http://www.linux-community.de/Internal/Nachrichten/Simon-freie-Spracherkennung-fuer-Linux

15 November 2008

Google stellt Suche mit Spracherkennung für iPhone vor

Google stellt Suche mit Spracherkennung für iPhone vor

Gestern kündigete Google eine Applikation für das iPhone an, mit der eine Suche über eine Spracheingabe ermöglicht werden soll: Ich spreche in mein (ach wäre es doch mein!) iPhone "suche China-Restaurant in Berlin-Neukölln", das iPhone schickt die Anfrage an den Goolge-Server, und Google weist mich zu meinem Liebligs-Chinesen Herrn Tang in der Karl-Marx-Straße... um das Prinzip zu verdeutlichen.

Leider geht diese Applikation noch nicht in Berlin, sondern erst in Amerika. Cool ist es trotzdem, gerade weil auch lokale Suche integriert ist. Der GPS-Empfänger sagt der Applikation, wo man sich gerade befindet, und Google spuckt die China-Restaurants in der Nähe aus, so dass ich nicht mal wissen muss, in welchem Teil der Welt ich mich gerade befinde.

Ein Vorab-Video gibt es z.B. hier zu sehen. Die Applikation soll über den AppStore für das iPhone erhältlich sein.

02 Oktober 2008

Nuance übernimmt die Spracherkennungssparte von Philips

Nuance übernimmt die Spracherkennungssparte von Philips und will damit das Geschäft im Medizinmarkt vergrößern.

In Deutschland ist Philips mit SpeechMagic, vertreten u.a. durch die Firma Kuhlmann, der stärkste Mitbewerber von Nuance. In anderen Ländern tritt Nuance gar nicht an, weil Dragon in der Landessprache nicht verfügbar ist. Wenn Nuance Philips Speech Recognition jetzt übernimmt, sind sie auch in diesem Gebiet der Platzhirsch.

Ob beide Produktlinien weitergeführt werden, eine mit der Zeit verschwinden wird oder sich in die andere integriert, wird sich zeigen. Dragon ist eher auf den Consumer-Markt ausgerichtet und im Vergleich zu SpeechMagic wenig spezialisiert. Von daher ist für beide Produkte Platz.

Ich erinnere an zwei andere Übernahmen in den letzten Jahren. IBM Via Voice wurde nach der Übernahme in den Nuance-Vertrieb ausgehungert. Der Erwerb von Dictaphone und die anschließende Einführung des Powerscribe-Workflow in Deutschland waren nicht wirklich erfolgreich; Dragon und seine Fachhändler haben dies ganz gut überstanden. Hier hat es also der Markt, d.h. die fehlende Akzeptanz geregelt.

Welche Strategie Nuance mit dieser doch sehr spektakulären Übernahme weiter fahren wird, ist noch nicht bekannt. Bis auf weiteres soll sich für die Dragon-Händler nichts ändern - warten wir's ab. Im Moment ist es noch zu früh, etwas zu sagen.