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02 Dezember 2011

Philips Dictation hat eine neue Website

Philips kündigt die neue Website für seine Diktierprodukte an. Sie ist erreichbar unter http://www.dictation.philips.com/de/home/

Die alte Website ist offenbar schon vom Netz gegangen, jedenfalls kann ich sie nicht mehr aufrufen. (Hallo Philips: eine Umleitung wäre schön gewesen!)

Alles ist sehr viel farbenfroher geworden, aber auch übersichtlich und leicht zu navigieren. Etwas stutzen musste ich beim Produktsupport, weil dort zunächst eine komplette Übersicht aller Produkte angezeigt wird – klickt man aber auf das gewünschte Produkt, erhält man dort alles, was man braucht, in einer praktischen Übersicht.

Ein schicker Relaunch der Seite meiner bevorzugten Diktierhardware.

10 November 2011

Olympus vor dem Ende?

Seit eingen Tagen häufen sich die Meldungen, die japanische Firma Olympus habe mit kreativer Buchführung Milliardenverluste kaschiert. Der neue, europäische Chef, der die Unstimmigkeiten in den Bilanzen publik gemacht hat, wurde gegangen; der alte musste sich in japanischer Art entschuldigen und ist inzwischen zurückgetreten. Der Aktienwert des Traditionsunternehmens ist auf ein Fünftel geschrumpft.

Während Olympus hierzulande vor allem als Hersteller von Kameras bekannt ist, macht das Unternehmen den meisten Umsatz mit Medizintechnik und gehört zu den Großen Drei bei den digitalen Diktiergeräten. Das Olympus DS-5000 ist seit Jahren eines der hochwertigsten Diktiergeräte auf dem Markt, und das alte DS-330 war zu seiner Zeit das digitale Diktiergerät mit dem absolut besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit Philips und Grundig zusammen hat Olympus den DSS-Standard (Digital Speech Standard), eine Art MP3 für Sprache, entwickelt, der digitale Diktate in hoher Qualität auf ein handhabbares Maß komprimiert.

Spiegel Online berichtet über "Falsche Bilanzen" bei Olympus.

22 Oktober 2008

Testbericht: Grundig Digta Cordex

Seit einer Woche ziert das Grundig Digta Cordex meinen Schreibtisch, ein - Grundig sagt: das 1. - schnurloses Mikrofon zum digitalen Diktat und für Spracherkennung. Mikrofon und Ladestation machen optisch einen sehr ansprechenden Eindruck, das Mikrofon liegt auch gut in der Hand, der Schiebeschalter wurde noch einmal gegenüber dem anderen Grundig-Mikrofone verbreitert und lässt sich sehr gut bedienen. 3 Funktionstasten oberhalb des Schalters sind sehr gut zu erreichen, die anderen 3 Funktionstasten liegen zu weit unten, als dass man sie ohne Umgrifen erreichen könnte. Das Gewicht des Geräts und die Größe sind sehr angenehm, so dass ein Diktat auch über einen längeren Zeitraum hinweg den Sprecher nicht belastet.

Die Bedienung der mitgelieferten digitalen Diktatsoftware ist sehr logisch gestaltet und kann komplett über das Mikrofon erfolgen. Interessant ist die Lösung, den Schiebeschalter zur Auswahl in den Software-Menüs zu verwenden.

Auch für Spracherkennung ist das CordEx sehr gut geeignet. Es gilt hier wie bei jedem Handmikrophon die Einschränkung, dass man genau in das Mikrofon sprechen muss, um eine optimale Erkennungsgenauigkeit zu erzielen, diese ist dann aber wirklich sehr gut.

Das Gerät wird mit einem Akku geliefert, der in der Ladestation geladen wird. Leider muss sie dazu mit dem Netz verbunden werden; ein Laden allein über den USB-Anschluss des Computers ist nicht möglich.

Das Digta Cordex lässt sich auch mit mehreren Ladestationen verbinden, so dass ein Wechsel zum Beispiel von einem Behandlungszimmer z.B. in einer Arztpraxis möglich ist. Ganz ohne Umstände gilt dies allerdings nicht ab.

Vorbildlich ist dafür die Behandlung, wenn man sich mit dem Gerät einmal zu weit vom Computer entfernt: Das Gerät ist mit einem internen Speicher für bis zu 1 Minute Diktat ausgestattet, so dass man auch bei vorübergehender Verbindungsunterbrechung zum Rechner Diktate aufnehmen kann. Wenn also die Verbindung einmal abbricht, kann man ohne Angst vor Verlusten weiter diktieren; sobald das Mikrofon sich wieder mit dem Computer verbindet, wird das Diktat übertragen. Dies funktioniert auch wunderbar mit Spracherkennung. Man kann dann zu sehen, wie sie vor 1 min gesprochenen Wörter Schritt für Schritt am Bildschirm transferiert werden.

Eine Einschränkung im Betrieb mit Spracherkennung ist eigentlich keine: Dragon NaturallySpeaking macht es nicht ohne weiteres möglich, die Spracherkennung über das Mikrofon ein- und auszuschalten (mit einer Zusatzsoftware wie der 4voice Local geht das aber). Jedoch kann man die Spracherkennung einmal ausschalten und dann den Schiebeschalter dazu verwenden, das Mikrofon stumm zu schalten - Dragon hört dann zwar noch weiter zu, es kommt aber kein Signal an, was außerdem zur Folge hat, dass nach einer längeren Diktierpause die Spracherkennung wesentlich schneller reagiert als wenn sie abgeschaltet ist.

Es bleibt abzuwarten, wie die Akzeptanz des Grundig Digta Cordex sein wird: mit einem empfohlenen Verkaufspreis von 499 € empfiehlt es sich eher für den gehobenen Geschmack. Die ersten Exemplare sollen demnächst an Händler ausgeliefert werden.