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15 April 2013

FAZ-Test: Mikrofone für die Spracherkennung

Auf FAZ.NET testet Michael Spehr das Philips SpeechMike Premium, das Plantronics Savi 440 und das Plantronics Voyager Legend auf ihre Verwendung für Spracherkennung hin. Das SpeechMike und das Plantronics Savi 440 erzielen ähnlich gute Ergebnisse, die Frage nach dem besten Gerät für unterwegs muss allerdings offen bleiben.

Folgende Anmerkung zum Bluetooth-Headset sei noch gestartet:

Meiner Erfahrung nach kommt die Verzögerung bei der Korrektur in der Regel daher, dass Dragon im Korrekturmodus jedes noch so geringe Geräusch - und sei es ein Rauschen vom Audioeingang - erst als Sprache analysiert, bevor es eine Eingabe über die Tastatur oder mithilfe des Buchstabieralphabets akzeptiert. Wenn Sie Ihre Korrekturen „von Hand“ machen, empfehle ich das Mikrofon vorher umzuschalten, dann geht alles wieder in gewohnter Geschwindigkeit.

30 Dezember 2011

Dragon Recorder App jetzt auf Deutsch erhältlich

Die vor einigen Wochen angekündigte Dragon Recorder App für das iPhone ist seit kurzem auch auf Deutsch erhältlich und kann im AppStore heruntergeladen werden.

Die App macht es möglich, das iPhone wie ein digitales Diktiergerät zu benutzen, Diktate aufzusprechen, abzuhören, zu ergänzen und schließlich an den Rechner zu senden, wo sie von der Spracherkennung umgesetzt werden können. Inwieweit es möglich ist, auch Passagen in eine Diktat einzufügen, habe ich noch nicht herausfinden können.

Die Übertragung geschieht über WLAN oder über iTunes.

Ein Video zur Bedienung gibt es bisher nur auf Englisch. Die Erklärung ist sehr kleinschrittig gehalten und gut verständlich.

16 November 2011

Dragon Recorder für iPhone

Die Palette der Anwendungen, die Nuance für das iPhone bereitstellt, ist um einen Recorder ergänzt worden, der das iPhone effektiv in ein digitales Diktiergerät verwandelt. Mit der Dragon Recorder App nehmen Sie auf dem iPhone Diktate auf, senden sie über iTunes oder WLAN an den PC oder Mac (mit MacScribe-Software) und lassen Sie dort mit Dragon NaturallySpeaking bzw. MacScribe transkribieren.

Aufnahmeformat ist WAV. Die drahtlose Übertragung funktioniert dann, wenn sich iPhone und Rechner im selben WLAN befinden.

Die App ist kostenlos im Appstore zu haben. Benötigte Software auf dem Rechner ist nach Aussage von Nuance Dragon 11.5 Premium, Professional oder Legal. bzw. auf einem Mac MacScribe. (DragonDictate für Mac enthält derzeit noch keine Umsetzungsfunktion für digitale Diktate.) Da die Diktate im WAV-Format vorliegen, sollte die Versionsnummer keine große Rolle spielen. Zwar wird das iPhone als Quelle erst ab Version 11.5 akzeptiert – für andere Versionen gibt es aber immer noch die Möglichkeit, „Audiodateien auf Festplatte“ als Quelle anzugeben. Somit dürfte auch Dragon Medical 11 kein Problem sein.

Hier ein englisches Video, in dem die Funktionsweise demonstriert wird, hier die Ankündigung auf der amerikanischen und der deutschen Nuance-Webseite.

14 November 2011

Amazon kauft Startup für Spracherkennung

Heise berichtet, dass Amazon das Startup Yap, welches bisher einen Dienst zur Transkription von Voicemail in Text angeboten hat, übernommen hat. Der Dienst ist zwischenzeitlich eingestellt worden.

Vermutlich macht Amazon es genauso wie Google vor einiger Zeit und kauft einen Anbieter von Spracherkennungs-Dienstleistungen auf, um diese in seine eigenen Produkte zu integrieren. Der Amazon Kindle Fire, der in den nächsten Tagen in den USA startet, ist ja mehr als ein reines Lesegerät und dürfte dem iPad gehörig Konkurrenz machen. Da wird auch ein Dienst ähnlich wie Siri dem Gerät gut zu Gesicht stehen.

Nuance arbeitet derweil selbst an einem ähnlichen Dienst, der sich aber im Moment noch im Planungsstadium befindet. Siri wird ja inzwischen sogar im Werbefernsehen beworben. Es ist doch nicht etwa der Punkt erreicht, an dem sich Spracherkennung tatsächlich in der Masse durchsetzt?

12 Oktober 2011

iPhone 4S mit Siri-Sprachsteuerung

Das neue iPhone 4S, das in den nächsten Tagen auf den Markt kommt, verfügt über einen "Siri" genannten Sprachassistenten, der Steuerung der Geräts, Suchen und auch Diktat erlaubt. (Zur Erinnerung: Apple hatte Siri vor einiger Zeit gekauft.) Die Spracheingabe dürfte zu den spektakuläreren Neuerungen gehören, da sie nicht mehr als App geladen wird wie das hinlänglich besprochene Dragon Dictate für iPhone, sondern fest im Betriebssystem verdrahtet ist. Die meisten Beprechungen, die ich bisher gelesen habe, erwähnen sie auch an prominenter Stelle; jedoch scheint den Rezensenten am wichtigsten zu sein, dass das neue Gerät immer noch so aussieht wie das alte - Apple verkauft halt über Design.

Eingehend bespricht Siri der Heise-Bericht über das iPhone 4S. Dort gibt es auch ein Video: Siri in Aktion in lauter Umgebung.

M. Spehr von der FAZ hat Siri im Auto ausprobiert. Sein Fazit in faz.net:

Die Erkennung ist deutlich leistungsfähiger als das Pendant von Nuance mit der Dragon-Dictation-App, obwohl die Software vermutlich von Nuance stammt... Siri ... ist großartig.

Wie Dragon Dictate auch findet die Siri-Erkennung auf einem Remote-Server statt. Zu allfälligen Sicherheitsbedenken will ich mich hier nicht verbreiten - nur: wer Spracheingabe in der Öffentlichkeit nutzt, hat genug Mithörer, auch ohne sich über Spionageserver Gedanken machen zu müssen.

24 März 2011

Spracherkennung für Android-Smartphones im FAZ-Test

Michael Spehr testet die Spracherkennung für Android-Smartphones und ist sehr angetan. Gegenüber der kostenlosen Spracherkennung für das iPhone kostet die Anwendung zwar 3,58 €, bietet aber deutlich mehr, z.B. eine direkte Einbindung in alle Android-Anwendungen. Außerdem ist Spracherkennung nur ein Eingabemedium, das von der Anwendung bereitgestellt wird; andere sind eine verbesserte Tastatur, Worterkennung und dergleichen mehr.

17 September 2010

Sennheiser DW Office: schnurloses Headset für Diktat und Telefon

Seit einigen Wochen arbeite ich mit dem Sennheiser DW Office-Headset. Dieses Headset ist sowohl zum Telefonieren als auch für den Anschluss an einen Computer per USB und somit für Spracherkennung geeignet.

Die würfelförmige Basisstation verfügt über mehrere Anschlüsse, über die das Signal wahlweise ans Telefon oder an den Rechner geschickt wird. Mit 2 Tasten kann zwischen Telefon und Diktat umgeschaltet werden.

Mit einem geeigneten Adapter kann ich auch telefonieren, ohne den Hörer abnehmen zu müssen. Dies funktioniert nicht bei allen Telefonen (eine Liste findet sich auf der Sennheiser-Website); Telefone, für die es keinen Adapter gibt, kann ein Hörerlifter bestellt werden, der den Hörer auf Knopfdruck mechanisch abnimmt.

Auf der anderen Seite funktioniert die Spracherkennung im Computer hervorragend. Das Sennheiser DW Office ist nach meiner Erfahrung das 1. schnurlose Headset, das es von der Erkennungsgenauigkeit her mit einem schnurgebundenen Headset aufnehmen kann. Dazu trägt unter anderem der verlängerte Mikrofon-Arm bei, der sich von den Stummeln der meisten schnurlosen Headsets positiv abhebt. Darüber hinaus ist es extrem bequem zu tragen, so dass man es wirklich stundenlang am Ohr haben kann, ohne dass es unbequem wird.

Für mich im Moment die optimale Lösung für Diktat und Telefon. Der Preis – 350 € zuzüglich MwSt. –ist nicht wirklich ein Schnäppchen, wenn man aber bedenkt, wie viel Komfort man gewinnt und wie viel Zeit man spart (allein dadurch, dass man beim Telefonieren die Hände frei hat und eine Antwort-E-Mail zumindest schon vorbereiten kann), lohnt sich die Investition innerhalb weniger Wochen.

18 Januar 2009

Spracherkennung mit dem Logitech ClearChat Wireless

Dennis Deutschmann bloggt zum Thema Spracherkennung mit dem Logitech ClearChat Wireless.

Wenn's stimmt, was er schreibt, nämlich dass das schnurlose Headset für 99€ empf. VK mit Spracherkennung auf dem Netbook eine sehr gute Erkennung liefert, werden sich Plantronics und GN Netcom, deren Headsets das dreifache kosten, noch umschauen.

Ich versuche mal, selbst so eins zum Test zu erhalten. Und ein Netbook hätte ich auch gern... seufz... mit Spracherkennung...

22 Oktober 2008

Testbericht: Grundig Digta Cordex

Seit einer Woche ziert das Grundig Digta Cordex meinen Schreibtisch, ein - Grundig sagt: das 1. - schnurloses Mikrofon zum digitalen Diktat und für Spracherkennung. Mikrofon und Ladestation machen optisch einen sehr ansprechenden Eindruck, das Mikrofon liegt auch gut in der Hand, der Schiebeschalter wurde noch einmal gegenüber dem anderen Grundig-Mikrofone verbreitert und lässt sich sehr gut bedienen. 3 Funktionstasten oberhalb des Schalters sind sehr gut zu erreichen, die anderen 3 Funktionstasten liegen zu weit unten, als dass man sie ohne Umgrifen erreichen könnte. Das Gewicht des Geräts und die Größe sind sehr angenehm, so dass ein Diktat auch über einen längeren Zeitraum hinweg den Sprecher nicht belastet.

Die Bedienung der mitgelieferten digitalen Diktatsoftware ist sehr logisch gestaltet und kann komplett über das Mikrofon erfolgen. Interessant ist die Lösung, den Schiebeschalter zur Auswahl in den Software-Menüs zu verwenden.

Auch für Spracherkennung ist das CordEx sehr gut geeignet. Es gilt hier wie bei jedem Handmikrophon die Einschränkung, dass man genau in das Mikrofon sprechen muss, um eine optimale Erkennungsgenauigkeit zu erzielen, diese ist dann aber wirklich sehr gut.

Das Gerät wird mit einem Akku geliefert, der in der Ladestation geladen wird. Leider muss sie dazu mit dem Netz verbunden werden; ein Laden allein über den USB-Anschluss des Computers ist nicht möglich.

Das Digta Cordex lässt sich auch mit mehreren Ladestationen verbinden, so dass ein Wechsel zum Beispiel von einem Behandlungszimmer z.B. in einer Arztpraxis möglich ist. Ganz ohne Umstände gilt dies allerdings nicht ab.

Vorbildlich ist dafür die Behandlung, wenn man sich mit dem Gerät einmal zu weit vom Computer entfernt: Das Gerät ist mit einem internen Speicher für bis zu 1 Minute Diktat ausgestattet, so dass man auch bei vorübergehender Verbindungsunterbrechung zum Rechner Diktate aufnehmen kann. Wenn also die Verbindung einmal abbricht, kann man ohne Angst vor Verlusten weiter diktieren; sobald das Mikrofon sich wieder mit dem Computer verbindet, wird das Diktat übertragen. Dies funktioniert auch wunderbar mit Spracherkennung. Man kann dann zu sehen, wie sie vor 1 min gesprochenen Wörter Schritt für Schritt am Bildschirm transferiert werden.

Eine Einschränkung im Betrieb mit Spracherkennung ist eigentlich keine: Dragon NaturallySpeaking macht es nicht ohne weiteres möglich, die Spracherkennung über das Mikrofon ein- und auszuschalten (mit einer Zusatzsoftware wie der 4voice Local geht das aber). Jedoch kann man die Spracherkennung einmal ausschalten und dann den Schiebeschalter dazu verwenden, das Mikrofon stumm zu schalten - Dragon hört dann zwar noch weiter zu, es kommt aber kein Signal an, was außerdem zur Folge hat, dass nach einer längeren Diktierpause die Spracherkennung wesentlich schneller reagiert als wenn sie abgeschaltet ist.

Es bleibt abzuwarten, wie die Akzeptanz des Grundig Digta Cordex sein wird: mit einem empfohlenen Verkaufspreis von 499 € empfiehlt es sich eher für den gehobenen Geschmack. Die ersten Exemplare sollen demnächst an Händler ausgeliefert werden.

17 Oktober 2008

Test: Plantronics Callisto Bluetooth-Headset

Gerne würde ich an dieser Stelle Erfreuliches über das Plantronics Calisto-Headset berichten, welches in Dragon NaturallySpeaking 10 Wireless Edition mitgeliefert wird. Ein solches Gerät habe ich seit zwei Wochen zum Test; vorher hatte mein Kollege es bereits - und uns fiel beiden dasselbe auf:

Wenn es uns gelingt, das Gerät anzuschließen, erkennt es recht ordentlich. Die Schwierigkeit besteht aber im Anschließen des Geräts.

Hier bestätigt sich meine alte Bluetooth-Phobie: es ist mir niemals gelungen, ein Bluetoothgerät dauerhaft und problemlos mit einem PC zu verbinden. Diese Geschichte zieht sich seit Jahren durch meine Erfahrungen - schon das erste spracherkennungstaugliche Bluetooth-Headset, dass Sony HBH-300, ließ sich zwar verwenden, gab auch eine sehr gute Erkennungsqualität, musste aber jeden Morgen aufs neue mit dem Rechner gepaart werden. Mit anderen Headsets wie dem Parrott Bluetooth-Headset habe ich ebenfalls qualitativ gute Erfahrungen gemacht, es aber niemals dauerhaft mit dem Rechner verbinden können. Mit einer Bluetooth-Maus was übrigens auch nicht anders - entweder es liegt an mir oder einem Bluetooth-Standard, aber wir beiden passen einfach nicht zusammen :-)

Auch bei den Calisto-Headset habe ich nach dem dritten oder vierten Versuch aufgegeben. Zwischenzeitlich war es mir gelungen, eine Verbindung herzustellen und zu diktieren, und es zeigte sich, dass das Diktat gut erkannt wurde, sofern ich das Headset als neu Diktierquelle eingerichtet hatte, das heißt also ein Kurztraining von 7 min Dauer durchgeführt hatte (wird in ein anderes Profil diktiert, dass nicht speziell auf dieses Headset zugeschnitten ist ist die Erkennungsgenauigkeit unter aller Kritik).

Ob es an mir oder am Gerät liegt - wer es zum Laufen bekommt, wird sicherlich damit glücklich werden, ich fühle mich in meinem Urteil bestätigt und werde weiterhin andere schnurlose Alternativen bevorzugen, wie zum Beispiel das Plantronics CS 60, das Jabra GN 9350 oder das neue Grundig Digta Cordex-Handmikrophon (Test folgt in Bälde).