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17 September 2012

FAZ über Dragon 12 und seine Konkurrenten

Dragon NaturallySpeaking 12 ist seit einigen Tagen auf dem Markt, und die FAZ veröffentlichte am vergangenen Dienstag den 1. Test. Dieser ist nun online abrufbar.

Neben dem gewohnt kompetenten Vergleich verschiedener Spracherkenner, die sich derzeit auf dem Markt befinden, arbeitet der Artikel sehr schön die Vorteile der neuen Version heraus. Was die Verbesserung der Erkennungsgenauigkeit angeht, so lässt sich diese nur noch als asymptotische Funktion beschreiben, d.h. je näher man zum Grenzwert kommt, desto flacher verläuft die Kurve. Will sagen: die ohnehin schon hervorragende Erkennungsgenauigkeit aus Dragon NaturallySpeaking 11 lässt sich nicht mehr dramatisch steigern, auch wenn immer noch Verbesserungen möglich sind und auch vorgenommen worden.

Wichtig und auch schön formuliert finde ich die Bemerkung, wer nach ein paar Runden im Porsche 911 die Leistung eines Formel-1-Boliden suche, komme um ein Fahrertraining nicht herum. Dragon 12 hat in dieser Hinsicht einiges getan, um den Einstieg zu erleichtern. Nichtsdestotrotz zeigt die Erfahrung, dass ein kompetenter Trainer in der Regel sehr viel mehr aus dem Programm herauszuholen hilft, als der Anwender auf den 1. Blick vermutet. (Nur am Rande: vor ein paar Tagen habe ich Dragon einem Arzt vorgeführt, der auch selbst ein wenig diktieren wollte, aber natürlich schon an den Korrekturbefehl gescheitert ist – wofür sollte er sie auch kennen, denn sie ihm keiner gezeigt hat?)

Da ich keine Lust habe, mich bei FAZ NET anzumelden, hier mein Kommentar zu einem Leserkommentar:

Wer die Qualität der Spracherkennung daran bemisst, ob auf 1000 Buchstaben weniger als 2 Fehler oder auf 10 Sätze weniger als ein fehlerhafter Satz auftaucht, hat offensichtlich das grundlegende Prinzip nicht verstanden. Die Fehlerquote der Spracherkennung wird immer in falsch erkannten Wörtern gemessen – da Spracherkennung keine Tippfehler macht, sind falsche Buchstaben kein Kriterium, und da Sätze im Deutschen zwischen 2 und unendlich vielen Wörtern haben können, kann auch dies nicht verlässlich die Leistung einer Spracherkennung beurteilen. Und natürlich ist auch dieser Beitrag wieder diktiert.

Wo bleibt denn nun mein eigener Test? – Im Moment stecke ich so tief in der Beurteilung von Dragon 12, dass ich vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehe. Insofern danke ich Herrn Spehr dafür, dass er mir in gewohnt kompetente Art und Weise die Arbeit abgenommen hat.

05 Mai 2011

FAZ-Test: Dragon Dictate 2.0 für Mac

Zu einem eher kritischen Resultat kommt der Test von Michael Spehr in der FAZ vom letzten Dienstag über das aktuelle Dragon Dictate 2.0: Für private Anwender (mit Abstrichen) empfehlenswert, für den professionellen Bereich, z.B. Ärzte und Anwälte, wird weiterhin Dragon NaturallySpeaking für Windows empfohlen.

Gut, dass Dragon NaturallySpeaking für Windows inzwischen unter Parallels oder ähnlichen Programmen auch auf einer Mac-Hardware läuft.

07 Dezember 2010

DragonDictate 2.0 für Mac

DragonDictate 2.0 ist nicht die Wiederauflage des aus den neunziger Jahren bekannten Vorgängers von Dragon NaturallySpeaking. Vielmehr ist DragonDictate der alte neue Namen von Macspeech Dictate (Test der Vorversion), welches vor einiger Zeit von Nuance aufgekauft wurde. Die Version 2. 0 erscheint in diesen Tagen gerade noch rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft.

Die Spracherkennungmaschine von DragonDictate ist dieselbe, die in Dragon NaturallySpeaking 11 zum Einsatz kommt. Bei der Benutzeroberfläche hat sich gegenüber Macspeech Dictate wohl noch nicht besonders viel geändert (dies schreibe ich, ohne das Produkt bereits in der Hand gehabt zu haben, aufgrund von englischen Anwenderberichten). Vom Leistungsumfaung und vom Preis - 199 € unverbindliche Preisempfehlung - scheint DragonDictate am ehesten mit Dragon NaturallySpeaking Premium vergleichbar zu sein:

Dragon Dictate basiert auf derselben Technologie wie Dragon NaturallySpeaking 11 für den PC und verbessert damit die Präzision und Leistungsfähigkeit von MacSpeech Dictate 1.5. Die neue Version bietet eine schlankere Konfiguration, eine neu gestaltete Mac-Benutzeroberfläche und dynamische, neue Sprachbefehle für das Diktieren, Editieren, Navigieren und Korrekturlesen. Dragon Dictate für Mac "lernt" außerdem besser als die Dictate-Vorgängerversionen und reagiert schneller auf Sprachbefehle.


Systemvoraussetzungen für Dragon Dictate für Mac: Intel-basierter Mac, Mac OS X 10.6 Snow Leopard oder höher, 3 GB freier Festplattenspeicher, 2 GB RAM (empfohlen) sowie ein Internet-Anschluss für die Produktregistrierung. Im Lieferumfang von Dragon Dictate für Mac enthalten ist ein von Nuance empfohlenes USB-Mikrofon-Headset, Bzw. in der Wireless-Version ein Bluetooth-Headset.

Englische Videos, in denen das Programm vorgeführt und mit Dragon NaturallySpeaking verglichen wird, finden sich hier.

Dies hier würden wir uns auch für Dragon NaturallySpeaking wünschen:

Mit einfachen Befehlen können Sie ausgewählte Wörter in Klammern, Anführungszeichen usw. setzen.


Der Befehl ist wirklich nicht besonders schwierig zu programmieren - schade, dass er in Dragon NaturallySpeaking noch nicht serienmäßig enthalten ist!

22 September 2010

Dragon für Mac in neuer Version in USA erschienen

In der Begeisterung über Dragon NaturallySpeaking 11 soll die Nuance-Pressemitteilung nicht verschwiegen werden, die die neue Version von Dragon für Mac ankündigt. Diese basiert bereits auf der neuen Erkennungsmaschine von Dragon 11, enthält eine überarbeitete Benutzeroberfläche, zahlreiche neue Befehle zur Korrektur, Navigation und Bearbeitung, Suche im Internet und was man sonst schon aus Dragon NaturallySpeaking für Windows kennt. Neidisch machen aber die Ankündigungen so schöner Befehle wie "setze in Klammern". Das wäre mir auch aus der Windows-Version noch nicht bekannt.

Eine Ankündigung für eine deutsche Version gibt es bisher noch nicht.

Die englische Produktseite findet sich unter www.Macspeech.com

21 Mai 2010

MacScribe - Transkription auf dem MAC

MacSpeech Dictate bringt die Spracherkennung auf den Mac. Die verwendete Erkennung Maschine ist seit einiger Zeit Dragon NaturallySpeaking. Während damit ein direktes Diktat in hoher Qualität möglich ist, war es bisher aber nicht möglich, auf dem Mac Diktate von digitalen Diktiergerät zu transkribieren.

MacScribe füllt nun diese Lücke. Audiodateien im Format wav, aif, aiff, m4v, mp4 und m4a können von der Software gelesen und in Text umgesetzt werden. Damit ergänzt das Produkt Macspeech Dictate um eine Transkriptionslösung - das eine Programm eignet sich für direktes Diktat in den Rechner, das andere Programm zum Umsetzen vom digitalen Diktiergerät. Mit 129 € ist diese Zusatzfunktion nicht zu teuer bezahlt, Zumal sie in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch funktioniert.

Deutsche Informationen unter http://www.application-systems.de/scribe/

01 April 2010

Die ZEIT testet MacSpeech Dictate

Die ZEIT testet Macspeech Dictate und stellt dabei fest, dass die Schwierigkeiten beim Umgang mit Spracherkennung offensichtlich eher vor dem Bildschirm liegt als hinter dem Bildschirm :-)

Will sagen: als Autor hat man es nicht immer leicht, druckreife Sätze zu formulieren, gerade wenn man (langsames) Tippen gewohnt ist und sozusagen während des Tippens die Gedanken verfertigt. Auch die Kommentare zeigen, dass zumindest bei Zeit-Lesern das Problem eher an dieser Stelle zu lokalisieren ist. Auch Diktieren will eben gelernt sein.

Wenn Autoren früher also damit gekämpft haben, dass die Hand zu langsam für die Gedanken war, so gilt jetzt:
Spracherkennungssoftware mag zwar hohes, nuschelfreies Diktiertempo, aber nicht immer kommt der kluge Kopf genügend schnell und klar hinterher.
Für die Spracherkennungs-Technik ein Kompliment! Die automatische Übertragung von Gedanken in den Computer wollen wir uns aber lieber nicht vorstellen. Irgendwo muss eine Grenze sein...

17 Februar 2010

Nuance kauft MacSpeech

Heute schon eine Firma übernommen? Nuance hat Macspeech, den Entwickler der Spracherkennung MacSpeech Dictate (früher iListen) aufgekauft. Die Erkennungsmaschine von Dragon ist ohnehin schon seit einiger Zeit in Dictate enthalten gewesen.

Für die Anwender von Dragon und MacSpeech Dictate ändert sich zunächst einmal nichts. Das Marketingsprech der Pressemitteilung deutet jedoch an, dass Macspeech Dictate in absehbarer Zeit als Dragon für Mac erhältlich sein wird.

26 Januar 2009

iX-Artikel: Sprach- und Texterkennung heute

In der Computerfachzeitschrift iX findet sich ein umfassender und technisch recht avancierter Artikel zum aktuellen Stand der Texterkennung (OCR) und Spracherkennung im Computer:

"Wer immer noch Texte oder Audiokassetten abtippt, mag dafür gute Gründe haben. Vielleicht kennt er aber auch einfach nur nicht die neuesten Programme zur Text- und Spracherkennung. iX hat sich einige Angebote näher angesehen."


Getestet werden im Bereich Spracherkennung Dragon NaturallySpeaking 10, Linguatec Voice Pro und MacDictate. Interessanterweise bescheinigt der Tester keinem Programm eine deutliche Überlegenheit in der Erkennungsleistung, von den Features her hat Dragon aber die Nase vorn. VoicePro steht immer noch bei V. 11 und ist daher noch nicht Vista-fähig, obwohl schon im Sommer das Upgrade angekündigt wurde. MacDictate ist laut Test inzwischen auf Deutsch erhältlich, die Website des deutschen Vertriebs weiß davon allerdings noch nichts.

Besonders interessant, weil auch für den (technisch einigermaßen gebildeten) Anwender verständlich, ist eine 2 Seiten lange Beschreibung dessen, welche technischen Grundlagen der Spracherkennung zugrundeliegen. Zeitschriften, die sich an den interessierten Laien wenden, sparen dies meist aus (auch weil die zugrundeliegende Mathematik das Abiturniveau deutlich überschreitet). Wer also wissen möchte, wie seine Spracherkennung unter der Haube funktioniert, sollte mal einen Blick in die Zeitschrift werfen.

Hier die Zusammenfassung der Heise-Redaktion.