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17 Februar 2015

Fernseher hört mit

In den letzten Tagen machte eine Meldung die Runde durch diverse Medien: Samsung-Smart TVs haben einen Passus in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, in dem der Käufer zustimmt, dass seine Gespräche im Wohnzimmer von einer Spracherkennung verwertet und auf einem Server verarbeitet werden.

Die Reaktion, die dem Autor des ursprünglichen Tweets zuerst einfiel, war natürlich „1984“. So wurden dann auch in diversen Online-Medien die Artikel aufgemacht und kommentiert.

Die FAS hat in ihrer aktuellen Ausgabe einen Artikel, der das Problem sehr viel differenzierter anspricht – und z.B. sehr zu Recht darauf hinweist, dass die Spracherkennungsfunktion des Fernsehers überhaupt erst durch eine Taste oder ein Kodewort aktiviert werden muss, und dass viele Funktionen auf dem Fernseher selbst laufen, also überhaupt nicht an irgendwelche mysteriösen und deswegen gefährlichen Server übertragen werden müssen. Insofern können wir jetzt alle aufatmen und in unseren Wohnzimmern wieder persönliche Gespräche führen :-)

Im Zusammenhang mit dieser Meldung lässt sich außerdem wieder einmal ein weit verbreitetes Missverständnis feststellen, das symptomatisch für den Umgang mit Spracherkennung ist, nämlich die Annahme, sie habe etwas mit künstlicher Intelligenz zu tun.

"Der Clou sind vielmehr einige Extras, die ihre Nähe zu Apples kluger Sprachassistentin Siri nicht leugnen können. Wie Siri eine inhaltliche und semantische Analyse des Gesagten bietet, um mehr Variabilität bei Eingaben und Kommandos zu erlauben, soll auch der Fernseh-Spracherkenner ein persönlicher Assistent werden, etwa mit Dragon TV, das Nuance in Amerika anbietet."
Für die Anwendung selbst, also den Fernseher, der sich per Sprachbefehl steuern lässt, mag das sogar gelten. Die Spracherkennung ist aber an dieser Stelle nichts anderes als ein Frontend, das der Fernbedienung (hoffentlich) überlegen ist. Wer schon einmal auf dem Smart TV versucht hat, ein bestimmtes YouTube-Video zu finden, weiß was ich meine: man klickt sich mit Cursortasten durch ein Alphabet und braucht für die Eingabe länger, als das Video anschließend dauert. Hier ist Spracherkennung eine echte Alternative.

Was Spracherkennung aber von sich aus nicht leistet, ist das Verständnis dessen, was gesagt wird! Nach aktuellem Stand der Technik ist Spracherkennung ein rein statistischer Prozess, der einer Lautfolge die wahrscheinlichste Zeichenfolge zuordnet. Dass die Spracherkennung dabei nicht versteht, was gemeint ist, sollte jedem klar sein, der einen Erkennungsfehler einer Maschine mit einem menschlichen Verhörer vergleicht: der Mensch unterliegt immer der Annahme des in Konstanz, d.h. wir versuchen aus jeder Äußerung eine Bedeutung herauszufiltern. Deswegen würde ein Mensch, der ein Diktat transkribiert, das Wort „Verhörer“, selbst wenn es nicht kennt, niemals als „vor Hörer“ wiedergeben, wie meine Spracherkennung dies soeben getan hat. „Mit einem Menschen vor einem Hörer vergleichen“ wäre zwar inhaltlich absurd, aber zumindest grammatikalisch korrekt, und wenn wir ehrlich sind, können wir uns alle an genügend ähnliche Beispiele erinnern (siehe auch diese Posts über menschliche und maschinelle Verhörer). Die „inhaltliche und semantische Analyse des Gesagten“ ist vollkommen unabhängig davon, ob die Eingabe über ein Mikrofon oder eine Tastatur erfolgt. Damit der Computer die Frage „Wie alt ist meine Schwester?“ korrekt beantworten kann, kommt es nicht darauf an, dass er meine Sprache korrekt versteht, sondern dass er zumindest folgende Auskünfte gespeichert hat:

  1. Wer ist gemeint mit „ich“?
  2. Hat diese Person eine Schwester?
  3. Wann wurde diese geboren?
  4. Welches Datum ist heute, und wie ist die Differenz?

Dass es Maschinen gibt, die in der Lage sind, diese Frage zu beantworten, mag ein bezeichnendes Licht auf den Umgang mit unseren Daten werfen, hat aber mit Spracherkennung im wahrsten Sinne des Wortes nur an der Oberfläche zu tun. Spracherkennung ist eben kein Sprachverständnis!

05 März 2012

Billy Idol's understudy

Dieser wunderschöne Erkennungsfehler kam dabei heraus, als ich versehentlich versuchte, mit einem englischen Benutzerprofil den Titel unseres neuen Forums, www.immer-eine-Nuance-besser.de, zu diktieren. Billy Idol's Zweitbesetzung... so hatte ich das noch nie gesehen.

25 Januar 2012

Was, wenn wir alle tippen würde?

Eine Knowbrainer-Diskussion um den Einsatz von Spracherkennung in Großraumbüros erinnerte mich an einen Artikel, den ich vor Jahren einmal gelesan habe: Was, wenn alle Leute plötzlich anfangen müsstem, auf tasten einzuschlagen, anstatt flüssig zu diktieren?

Zunächst würde die geschwindigkeit der Abreit abnehmen; außerdem die enauigkeit der Rechtschreibung (nur als kleiner Hinweis für alle, die es noch nicht gemerkt haben: Ich tippe diesen Beitrag ausnahmsweiswe). Großbuchstaben, die im Deutschen sehr häufig auftraeten, müssen durch die Bank mit einer Kombination aus zwei Tasten geschrieben werden. Verwirrend ist auch dei Beschriftung der Tasten mit - Sie erraten es - Großbuchstaben.

Korrekturen müssten mit absurden tastenkombinationen gemacht werdern ind beinhalten unzählige Schritte: Pfeil nach links x-mal drücke, dann die Rücktaste oder Entfernen-Taste (wozu zwei fast identische tasten, die der Anwender leicht verwechselt?), dann wirder die Ende-Taste oder gar eine schwer zu merkende Kombination mit Strg und Ende (Anmerkung: was soll dieses Strg eigentlich? Wieso String?). Dri9tthersteller bieten inzwischen Programme zur automatischen Rechtschreibkorrekturan oder bauen gar die Korrektur häufig vorkommender Fehler als Automatismus in ihre textverarbeitung ein.

Allein das erlernen dieser Techniologie dauert endlos lange. Am Anfang kreisen die Finger wie ein Adler über der tastatur, während man den richtigen Buchstaben sucht, erst nach Wochen oder Monaten gewöhnt man sich an die anscheinend völlig willkürliche Anordnung. Möglicherweise lässt sich einiges verbessern, indem man häufig benutzte Wörter auf spezielle Tasten legt. Hersteller haben vereits F-Tasten am oberen Rand ihrer Tasteturen angebracht, die aber im Moment vor allem sinnlose Aktionen ausführen - besonders irritierend, wenn man sie versehentlich drückt. Das gleiche gilt übrigens auch für die Mehrfachtasten - man berichtet davon, dass ohne ersichtlichen Grund sich plötzlich dei Bildschirmanzeige um 90 oder gar 180° dreht, und erst ein hochbezahlter Spezialist benötigt wird, um herauszufinden, dass dies daher rührt, dass der Anwender versehentlich eine Taste mit der rätselhaften Bezeichnung AltGr und eine Pfeiltaste gleichzeitig gedrückt hat.

Dazu kommt, dass das langsame Tippen den Gedankenfluss hemmt. Anstatt einen Satz flüssig zu sprechen, wird man gehemmt durch das Drücken von anscheinend zufällig verteilten Tasten, teils in merkwürdigen Kombinationen. Die meisten von uns wird das deutlich bremsen und zu einer ganz anderen Arbeitsweise als bisher gewohnt führen. Bei einigen Leuten, v.a. Beamten, würde die Entschleunigung der Textproduktion natürlich auch zu Vorteilen führen - wer langsamer arbeitet, macht vielleciht auch weniger Fehler. Vertreter der Industrie führen auch andere Erfolgsgeschichten an: In einigen Schweizer Kantonen sind manche Anwender beim Tippen tatsächlich schneller als beim Sprechen. Dem gehen jedoch Monate an intensivem Training voraus, was von Seiten der Industrie gern verschwiegen wird.

In manchen Umgebungen, z.B. bei geldautomaten, mAG die Eingabe per Tastatur sinnvoll sein. Das Dezimalsystem kommt der natürlichen Anzahl der Finger entgegen, und Spracherkennung funktioniert in lauten Umgebungen wie einer Schalterhalle nur eingeschränkt. Abgesehen davon haben viele Leute verständliche Hemmungen, ihre Gweheimzahl laut auszusprechen, so das eine kleine Zahlentastatur hier durchaus Vorteile mit sich bringt. Auch Sprachbehinderte und Erkältungspatienten haben Vorteile durch Tastaturen, wenn sie ihre Stimme nicht gebrauchen können. Für diese kleine Gruppe mag eine Tastatur sogar ein Segen sein.

Die breite Masse hat dagegen gesundheitliche Probleme zu erwarten: Leute, die mit der Tastatur arbeiten, berichten über Verspannugnen, Schmerzen in Schulter, Rücken, Armen und Handgelenken. Der Nutzer, der durch die erhöhte Beweguing der Finger erwächst, wird damit konterkariert. Erste Krankenkassen legen bereits Trainingsprogramme für Geschädigte auf. Schließlich ist das stete Klappern der tasten ein nicht zu unterschätzender Lärm- und damit Stressfaktor, der außerdem die Diktanten von ihrer Arbeit ablenkt und behindert.

Alles in allem: Seien wir froh, dass wir mit unserer Sprache eine natürliche, leicht und schnell zu verwendende Möglichkeit ahben, unseren Computer zu bedienen!

23 Januar 2012

Ein frohes neues Jahr des Drachen!

Heute beginnt das chinesische neue Jahr. 2012 steht im Zeichen des Drachen. Nach chinesischer Sitte ist dies ein gutes Jahr für Geschäfte. Kinder, die im Jahre des Drachen geboren werden, erwartet Gesundheit, Reichtum und Weisheit.



Ich wünsche ein gesundes, erfolgreiches, mit Weisheit angefülltes Neues Jahr!

15 Dezember 2011

Androiden und Drachen...

... im heutigen Netzwelt-Ticker von Spiegel Online.

Dass Google an einer Sprachsteuerung für Androiden-Handys arbeitet, die über das bisherige hinausgeht, ist eigentlich kein Geheimnis. Der Spiegel berichtet jetzt einige weitere Details über das "Majel" genannte Projekt, und natürlich tritt Google an, besser zu sein als Siri. Mal abwarten.

Auch Nuance arbeitet an einem vergleichbaren Produkt, Details dazu sind aber noch nicht bekannt.

Um aber endlich wieder einmal über unseren geliebten kleinen Drachen berichten zu können, kommt der Netzwelt-Ticker gerade recht: die 2. Meldung zeigt einen ebensolchen, der versucht, virtuelle Ameisen von einem Smartphone zu fressen. Klicken Sie sich durch oder schauen Sie sich einfach das Video hier an:



So viel zum Thema "Dragon auf Smartphones"!

07 Dezember 2011

Spracherkennung als Lügendetektor?

Spiegel online stellt heute eine neue Technologie vor, mit der Spracherkennung zur Identifikation von Emotion der Sprecher genutzt werden kann. Angeblich ist es aufgrund sprachlicher Muster bereits mit 70-prozentiger Wahrscheinlichkeit möglich, z.B. einer Aussage als Lüge zu entlarven – Menschen können das nur in ungefähr 57% der Fälle.

Außer als Lügendetektor lässt sich die Spracherkennung auch einsetzen, um in automatischen Benutzerdialogen festzustellen, ob ein Kunde glücklich oder genervt ist.

Soviel zum Thema Anthropomorphisierung...

14 April 2011

Endlich! Spracherkennung kann Kaffee kochen!

Endlich können wir auf die am häufigsten gestellte Frage bei der Vorführung von Spracherkennung mit "ja" antworten – die Spracherkennung kann auch Kaffee kochen! Der 1. Kaffeevollautomat mit Sprachsteuerung ist auf dem Markt!

Der Kaffeevollautomat Jura IMPRESSA Z7 One Touch nimmt sprachgesteuerte Bestellungen entgegen, fragt nach, wenn eine Kaffeesorte nicht richtig verstanden wurde – und erinnert per Sprachausgabe daran, wenn die Milch nachgefüllt werden muss.

Das ideale Zubehör für die Praxis oder Kanzlei, die in der Spracherkennung schon alles hat! Zum empfohlenen Verkaufspreis von 1990 € ein must-have.

24 Februar 2011

Supercomputer mit Spracherkennung

Der Supercomputer "Dr. Watson", der in der letzten Zeit für Schlagzeilen gesorgt hat, weil er bei einer Quizshow menschliche Bewerber mit seinem Wissen schlagen konnte, soll demnächst auch im medizinischen Umfeld eingesetzt werden, und zwar dabei, Medizinern bei der Diagnose zu helfen. Dass dieses Projekt recht umfangreich sein dürfte, steht außer Zweifel, insbesondere weil die Aufbereitung der Daten ein großes Problem darstellt. Viele Daten liegen nur als Sprachnotizen oder Videos vor, aus denen es sehr viel schwerer ist, Information zu extrahieren als aus geschriebenen Texten.

Weshalb ich das hier berichte? Weil Nuance mit seinen Sprachtechnologien in dem Projekt involviert ist. Spracherkennung wird sowohl für die Auswertung dieser Texte als auch später für die Abfrage eine wesentliche Rolle spielen.

Eine verständliche Erklärung, wie die Maschine funktioniert und "denkt", das heißt Informationen aus wird, findet sich hier. Die genannten Beispiele zeigen, dass tatsächlich eine Vielzahl an Informationen ausgewertet miteinander verglichen wird; außerdem dass der Computer in der Lage ist, Risiken einzuschätzen. Die Spracherkennung ist allerdings bisher noch nicht implementiert; die Fragen wurden ganz herkömmlich über die Tastatur eingegeben.

Wenn das erst einmal so weit ist, sind wir wieder einen Schritt weiter auf dem Weg zum Star Trek-Rechner. Bis dahin nutze ich fröhlich weiter die Suchfunktion meines Dragon NaturallySpeaking und frage z.B.: "durchsuche das Web nach Dr. Watson". Das Ergebnis zeigt allerdings, dass Google noch einen Schritt hinter Dr. Watson zurück ist – hier erfährt man etwas über den Helfer von Sherlock Holmes und einen gleichnamigen Windows-Dienst, der Informationen über den Computer sammelt, wenn in einer Anwendung ein Fehler aufgetreten ist.

30 Juni 2010

Spracherkennung bei der Fußball-Weltmeisterschaft

Eine sehr schöne Fallstudie darüber, wie das Arbeiten mit Dragon NaturallySpeaking Professional möglich ist: : die ARD nutzt Dragon NaturallySpeaking, um alle WM-Spiele live mit Untertiteln für Hörgeschädigte zu versehen. In einem Studio in Potsdam kommentieren eigens ausgebildete Sprecher die Übertragungen.

Wortschätze anlegen, das Programm auf eine konkrete Aufgabe vorbereiten, den Sprecher trainieren - alles wird hier sehr anschaulich beschrieben. Und den Nutzen kann jedermann auf Tafel 150 leicht nachprüfen.

Empfohlen für alle, die überlegen, ein Projekt mit Spracherkennung durchzuführen!

Hier noch ein Bericht darüber, wie das Schweizer Fernsehen bei Sportübertragungen eine ähnliche Technik einsetzt.

20 Mai 2010

Gruß aus der guten alten Zeit

Die Überschrift sollte zwar eigentlich "Aus der guten alten Zeit" heißen, aber es zeigt sich, dass der Drache in den Jahren seiner Existenz offensichtlich ein gewisses Maß an Intelligenz erworben hat, jedenfalls seinen eigenen Kopf besitzt. Wie dem auch sei:

Dieses Video zeigt die Markteinführung von Dragon NaturallySpeaking, der 1. Spracherkennung für kontinuierlich gesprochene Sprache, im Jahre 1997. Manchmal glaubt man, das sich gar nicht so viel verändert hat.

01 April 2010

Kein Aprilscherz, trotzdem lustig

Einem Hinweis im Knowbrainer-Forum entnahm ich, das es in der englischen Version seit 10.1 einen Befehl "capitalize" gibt, der analog zu Befehlen wie "Fett", "kursiv", das danach genannte Wort im Text findet und groß schreibt. Diesem Befehl habe ich nun auch in der deutschen Version ausfindig gemacht, und er heißt, man glaubt es kaum:

Capitalize


und wird genauso ausgesprochen, wie meine kleine Tochter englische Wörter aussprechen würde: Kapital Liese.

Wer also ein Wort im Fließtext nachträglich groß schreiben möchte, kann ab sofort sagen:"Kapital Liese [dieses Wort]". Funktioniert Auch Mit Mehreren Wörtern, wie man sieht. (Befehl: "Kapital Liese auch mit mehreren")

Viel Spaß damit!

22 Januar 2010

Re-Speaking beim Schweizer Fernsehen

Ein Einsatz für Spracherkennung ist das sogenannte Re-Speaking, das Live-Untertiteln von Fernsehsendungen mit Hilfe von Spracherkennung. Eine trainierte Sprecherin spricht alles nach, was der Sprecher sagt, so dass die Untertitel in Echtzeit erscheinen. Das ist nicht so einfach, wie es sich anhört - dieses "Echo-Diktat" erfordert Übung und Routine.



Übrigens ist der gesamte Beitrag untertitelt, damit auch Nicht-Schweizer etwas davon haben :-)

Übrigens benutzen auch RBB und WDR ein Dragon-System zum selben Zweck, und in Österreich werden Parlamentsdebatten per Spracherkennung untertitelt.

11 Januar 2010

Literatur, Musik, Spracherkennung

... sind meine Hobbys. In diesem Zusammenhang möchte ich übrigens endlich einmal den wunderbaren Roman "The Time of our Singing" von Richard Powers empfehlen, ein amerikanischer Autor, der ebenfalls intensiv mit Spracherkennung arbeitet, die in diesem Beitrag nachzulesen ist.

Während ich mein Hobby Spracherkennung zum Beruf gemacht habe (oder war's umgekehrt?), hat auch mein musikalisches Hobby endlich Früchte getragen: die 1. CD des Vintage Jazz Trio, meiner Berliner Jazzband ist soeben erschienen und kann hier bestellt werden: http://www.raumer-records.de/Shopsystem/Vintage-Jazz-Trio/Devil-to-pay.html

Da ich inzwischen Berlin verlassen habe und mein Glück in Erkrath bei Düsseldorf suche, ist die CD für mich eher eine schöne Erinnerung als ein aktives Projekt - das Vintage Jazz Trio gibt es aber weiter und ist zur CD-Release-Party am 21. Januar 2010 in Berlin in der Kleinen Weltlaterne, der traditionsreichen Künstler- und Jazzkneipe in der Nestorstraße, zu hören (20:30 Uhr,3 € Eintritt).

21 Dezember 2009

Opera Face Gestures

Nach der Spracherkennung jetzt die Gesichtserkennung - Steuern Sie Ihren Browser ohne Hände, nur mit Bewegungen des Gesichts! Hier das Video bei YouTube - Opera Face Gestures.

Fast noch komischer als dieser Aprilscherz ist die Tatsache, dass sich jemand, inspiriert von diesem Video, die Mühe gemacht hat, tatsächlich ein solches Programm zu schreiben:

http://www.smert.net/2009/04/23/opera-face-gestures-beta/

23 November 2009

Nuance siegt gegen Schnellschreiberin

Zu besichtigen bei YouTube - Mensch-gegen-Maschine: Nuance siegt gegen Schnellschreiberin.

Bei diesem Video handelt es sich um die Dokumentation eines Wettbewerbs, der Anfang November öffentlich auf der Veranstaltung Nuance Conversations abgehalten wurde: ein Diktat mit Dragon NaturallySpeaking ist schneller als das Tippen desselben Textes von der deutschen Meisterin im Schnellschreiben.

Was man natürlich bei dieser Plattform nicht anders erwartet hat :-)

24 August 2009

Warum heißt Dragon Dragon?

Angeblich weil auf dem Hochzeitsporzellan des Ehepaars Baker, den Erfindern der Software, Drachen zu sehen waren. Andere Frage: Warum haben sie sich ausgerechnet für dieses Porzellan entschieden?

Hier der Artikel aus der Frühzeit der Spracherkennung.

02 Juli 2009

Spracherkennung zum Spionieren (Kreative Wissenschaft)

Druckergeräusche verraten Patientenakten und Kontodaten, hat eine Forschergruppe der Universität des Saarlandes herausgefunden. Mithilfe einer Spracherkennung werden die charakteristischen Geräusche, die ein Nadeldrucker beim Ausdruck eines Wortes macht, analysiert und das Wort erkannt - mit ungefähr 70 prozentiger Genauigkeit. Dasselbe funktioniert auch bei Zahlen.

Der Nadeldrucker häufig noch in Arztpraxen und Banken im Einsatz sind, ist es hiermit theoretisch möglich, Kontonummer oder Patientendaten auszuspionieren. Wobei 70 % Erkennungsgenauigkeit bei einer Kontonummer nicht wirklich eine Sicherheitslücke sind - von 7 Stellen ist eine falsch, aber welche, und welche ist richtig? Da kann ich gleich einen Brute Force Attack starten :-)

Aber immerhin: wieder eine kreative Einsatzmöglichkeit für Spracherkennung.

07 Mai 2009

"He, Nudlaug, wos is?" - Computer spricht jetzt wienerisch

"He, Nudlaug, wos is?" - Computer spricht jetzt wienerisch

So berichtet der Standard, meines Wissens das österreichische Äquivalent zur Bild-Zeitung, in seiner online-Ausgabe. Da die österreichische Fraktion in der Firma 4voice sich inzwischen verdoppelt hat, wäre eine solche Sprachausgabe für die interne Kommunikation vielleicht hilfreich?

Viel amüsanter sind übrigens die Kommentare, die uns Piefkes all unsere Klischees zu bestätigen scheinen.