28 Januar 2010

Neues zum Thema Diktat auf dem BlackBerry

Zum Thema Diktat auf dem BlackBerry habe ich immer mal wieder etwas geschrieben. In den letzten Tagen sind 2 neue Produkte angekündigt worden, die dem BlackBerry zum Ersatz für ein Diktiergerät machen.

1. (und dies ist nicht wirklich neu) hat die Firma Brainworks schon seit längerem eine Software ProMobile im Programm, die dem BlackBerry zum Diktiergerät macht und sich auch in die Architektur eines BlackBerry-Enterprise Servers einbindet. Eine Meldung wert ist diese Software, weil sie sich auch in die aktuellen BlackBerry-Modelle einbindet, zum Beispiel das brandneue BlackBerry® Storm2™ und das BlackBerry® Bold™ 9700.

2. hat auch Philips inzwischen eine Software zum Diktat in den BlackBerry entwickelt. Zum Schreiben der Diktate wird zusätzlich die Philips-SpeechExec Software benötigt. Die Software gibt es zum Download unter www.speechshop.net; weitere Informationen auch unter http://www.dictation.philips.com/index.php?id=1809. Auch hier ist eine Einbindung in den BlackBerry Enterprise Server möglich.

Spenden für Haiti

Aus gegebenem Anlass heute eine Nachricht zu einem ganz anderen Thema:

Das Erdbeben in Haiti hat weltweit eine große Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Eine der einfachsten Möglichkeiten, selber zu einer Spende beizutragen, findet sich auf dieser Webseite:

http://www.care2.com/click-to-donate/haiti/

Nur ein Klick am Tag trägt dazu bei, dass die Sponsoren der Seite eine Spende für die Erdbebenopfer in Haiti tun. Dies ersetzt zwar nicht die eigene Spende, ergänzt sie aber. Ich bitte um zahlreiche Unterstützung - jeden Morgen ein Klick!

Das gespendete Geld geht an die international bekannte Organisation Oxfam, die damit die Wasserversorgung wieder aufbauen wird. Hier weitere Informationen.

22 Januar 2010

Re-Speaking beim Schweizer Fernsehen

Ein Einsatz für Spracherkennung ist das sogenannte Re-Speaking, das Live-Untertiteln von Fernsehsendungen mit Hilfe von Spracherkennung. Eine trainierte Sprecherin spricht alles nach, was der Sprecher sagt, so dass die Untertitel in Echtzeit erscheinen. Das ist nicht so einfach, wie es sich anhört - dieses "Echo-Diktat" erfordert Übung und Routine.



Übrigens ist der gesamte Beitrag untertitelt, damit auch Nicht-Schweizer etwas davon haben :-)

Übrigens benutzen auch RBB und WDR ein Dragon-System zum selben Zweck, und in Österreich werden Parlamentsdebatten per Spracherkennung untertitelt.

Neues von der Spracherkennung in Microsoft Windows

Unter A Deeper Look at Speech NUI Führt der Chef der Entwicklungsabteilung für Spracherkennung bei Microsoft, Rob Chambers, die Neuigkeiten vor, die die Windows-Spracherkennung derzeit bietet: Diktat und Steuerung von Windows 7, daneben aber auch Spracherkennung auf dem neuen Exchange Server 2010 und auf mobilen Plattformen. Die Demonstration beschränkt sich allerdings auf Windows 7.

Einige Sachen wurden gegenüber Windows Vista verbessert, so zum Beispiel die Korrekturfunktion vereinfacht. In das Korrekturfenster zu tippen scheint aber immer noch nicht möglich zu sein :-)

Mehrere Male werden Studien zur Benutzerfreundlichkeit erwähnt, die gegenüber der Spracherkennung in Windows Vista einige Veränderungen gebracht haben - schön, dass hier Aufwand getrieben wird, um Sprache zu einem möglichst natürlichen Medium der Bedienung eines Computers zu machen!

Was allerdings auffällt, ist, dass selbst der Guru von Microsoft am Ende Maus und Tastatur benutzt, um einige Webseiten aufzurufen - das würde doch per Sprache genauso gut gehen, wie er vorher vorführt. Chance vertan!

15 Januar 2010

SpeechMagic 7 kommt

In einer Pressemitteilung kündigt Nuance das Erscheinen der neuesten Version 7 seiner Spracherkennungsengine SpeechMagic, die im Herbst 2008 vom ursprünglichen Entwickler Philips übernommen wurde, an. Die Spracherkennung wurde noch stärker an die Bedürfnisse des medizinischen Marktes angepasst und soll zum Beispiel über eine neue API ermöglichen, dass Schaltflächen in medizinischen Informationssystemen direkt per Sprache angesprochen werden können. Auch sonst weisen die Neuerungen vor allen Dingen darauf hin, dass die Installation und Administration in großen Einrichtungen, also in Krankenhäusern, verbessert werden soll.

Eine andere interessante Neuerung ist die Möglichkeit, die tatsächliche Leistungsfähigkeit der Spracherkennung zu messen und damit zu beziffern, welche Arbeitsweise im Einzelfall die effizienteste ist (direktes Diktat in den Rechner oder sogar direkt in die Anwendung; Umsetzung auf einem Spracherkennungsserver, Abschrift durch eine Sekretärin oder Korrektur des spracherkannten Diktates durch eine Sekretärin).

SpeechMagic ist nicht einzeln als Produkt erhältlich, sondern immer nur integriert in die jeweilige Krankenhaus-Verwaltungssoftware. Hier sind jetzt also die einzelnen Anbieter gefragt, wie die Maschine konkret angepasst wird bzw. wie die Schnittstellen aussehen. Mit den ersten Integrationen ist im Laufe des Jahres zu rechnen.

Nuance positioniert damit SpeechMagic noch stärker als medizinische Spracherkennung im Krankenhausbereich, wohingegen Dragon Medical, die medizinische Variante von Dragon NaturallySpeaking, stärker auf niedergelassene Ärzte und kleine Abteilungen in Krankenhäusern ausgerichtet werden soll. Da Dragon Medical auf Dragon NaturallySpeaking aufsetzt, ist es von seiner Architektur eher für den Einzelplatz als für eine Netzwerk-Installation geeignet (was nicht heißt, dass dies unmöglich wäre). Hier kann Dragon seine Stärke, nämlich die Anpassung an die individuelle Arbeitsweise, voll ausspielen. Auch hier sind in nächster Zeit Veränderungen zu erwarten, mit denen die Produktpolitik im Bereich Medizin ein schärferes Profil gewinnen wird.

12 Januar 2010

Nuance übernimmt Spinvox

Nuance auf Einkaufstour: diesmal wird der britische Dienst Spinvox übernommen.

Wie meine Leser wissen, ist Spinvox vor allen Dingen dadurch hervorgetreten, dass es eine Mailbox als Dienst bereitstellt, die eine Nachricht in eine SMS umwandelt und auf das Handy sendet. Angeblich sollte dies automatisch geschehen, im letzten Jahr gab es dann allerdings Berichte, denen zufolge jede Nachricht noch einmal händisch korrigiert, wenn nicht gar vollständig abgeschrieben wurde.

Insofern können beide Unternehmen nur profitieren: Nuance bekommt einen Fuß in die Tür auf dem Markt der Mobilfunk-Anbieter (man munkelt über einen bevorstehenden Vertrag mit einem großen südamerikanischen Anbieter), Spinvox bekommt eine bessere Spracherkennung. Da ich den Dienst immer noch sehr gerne nutze, bin ich auf die konkreten Auswirkungen gespannt.

In der Zwischenzeit gibt es in Deutschland einen neuen Dienst, mit dem man SMS diktieren kann. In den letzten Tagen bin ich gleich zweimal darauf hingewiesen worden: www.ssms.com ist die Adresse, unter der man sich informieren kann. Die ersten SMS sind kostenfrei, danach gibt es ein Prepaid-Modell. Erfahrungsberichte demnächst hier.

11 Januar 2010

Literatur, Musik, Spracherkennung

... sind meine Hobbys. In diesem Zusammenhang möchte ich übrigens endlich einmal den wunderbaren Roman "The Time of our Singing" von Richard Powers empfehlen, ein amerikanischer Autor, der ebenfalls intensiv mit Spracherkennung arbeitet, die in diesem Beitrag nachzulesen ist.

Während ich mein Hobby Spracherkennung zum Beruf gemacht habe (oder war's umgekehrt?), hat auch mein musikalisches Hobby endlich Früchte getragen: die 1. CD des Vintage Jazz Trio, meiner Berliner Jazzband ist soeben erschienen und kann hier bestellt werden: http://www.raumer-records.de/Shopsystem/Vintage-Jazz-Trio/Devil-to-pay.html

Da ich inzwischen Berlin verlassen habe und mein Glück in Erkrath bei Düsseldorf suche, ist die CD für mich eher eine schöne Erinnerung als ein aktives Projekt - das Vintage Jazz Trio gibt es aber weiter und ist zur CD-Release-Party am 21. Januar 2010 in Berlin in der Kleinen Weltlaterne, der traditionsreichen Künstler- und Jazzkneipe in der Nestorstraße, zu hören (20:30 Uhr,3 € Eintritt).

23 Dezember 2009

Grundig Digta SonicMic in neuer Generation

Kurz vor Weihnachten gibt die Firma Grundig das Erscheinen ihrer neuen Gerätegeneration, das Grundig Digta SonicMic II, bekannt (Pressemitteilung). Äußerlich hat sich am Gerät nicht viel geändert, außer dass der Schiebeschalter etwas ergonomischer gestaltet wurde und nun über eine Schraube in der Empfindlichkeit einstellbar ist. Die verwendeten Komponenten sollen jedoch zu einem niedrigeren Stromverbrauch beitragen, die Klangqualität wurde verbessert und - für mich als Software-Mensch besonders interessant - eine neue Ausgabe des Grundig Adapter Server zur Konfiguration des Gerätes wurde entwickelt.

Dieser macht es zum Beispiel möglich, Tastenkonfigurationen direkt auf dem Gerät zu speichern, so dass man ein Gerät an verschiedenen Rechnern anschließen kann, ohne es dort jedes Mal neu konfigurieren zu müssen. Ferner ist jetzt auch eine Tastenbelegung für Dragon NaturallySpeaking enthalten, die auch für das neue Dragon Medical mit dem "Verborgen"-Modus bereits geeignet ist. So lässt sich über eine Taste der "Verborgen"-Modus aufrufen und das Diktat in die Anwendung zurück übergeben. Wie gut das inzwischen funktioniert, kann ich leider noch nicht sagen, weil mir im Moment noch die aktuelle Software fehlt. Diese wird es aber demnächst bei Grundig zum Download geben.

Für Spracherkennung interessant ist auch die Funktion des Schiebeschalters, das Mikrofon bereits stumm zu schalten, während im Hintergrund auf dem Rechner noch die Spracherkennung läuft. Bei anderen Geräten ist dies so nicht möglich; das Mikrofon reagiert erst nach Abschluss der Erkennung, was gelegentlich zu Problemen der Anwendung führt. Während dies bei den alten Digta SonicMic-Geräten eher ein zufälliger Vorteil war, hat man bei der neuen Generation nun bewusst darauf geeignet, dieses Merkmal beizubehalten, und es sogar konfigurierbar gemacht.

22 Dezember 2009

FAZ-Artikel: Philips SpeechMike Air

Die FAZ erinnert mich daran, dass ich eigentlich schon längst einen Bericht über das neue Philips SpeechMike Air, das schnurlose Diktiermikrophon von Philips, welches vor ein paar Wochen endgültig erschienen ist, hätte veröffentlichen sollen. Immerhin habe ich schon etliche dieser Geräte in der Hand gehabt, ausgeliefert, vorgeführt, geschult...

Mit der Philips Device Control Center-Software versehen, die man bereits aus dem schnurgebundenen SpeechMike kennt, ist das Philips SpeechMike Air tatsächlich ein mächtiges Werkzeug für jeden, der viel diktiert. Eine umfangreiche Steuerung Der Spracherkennung oder der SpeechExec-Diktiersoftware zur Aufzeichnung von Audio-Diktaten ist mit der Software möglich. Dragon NaturallySpeaking kann komplett mit dem Mikrofon gesteuert werden (wobei manche Einstellungen für mich nicht ganz nachvollziehbar sind, aber problemlos geändert werden können), und die physikalischen Eigenschaften, Handhabbarkeit, Tonqualität und Verbindung sind exzellent. Gegenüber meinem Testgeräten gibt es jetzt einen neuen Trackball aus glänzendem Metall, der eine Freude zu bedienen ist, und auch die gelegentlichen Abstürze bei der Verbindung, die mit meinem Testgeräten noch zu beobachten waren, scheinen der Vergangenheit anzugehören.

Die Verbindungs zum Rechner geschieht über Bluetooth 2.0, dass eine sehr viel bessere Sprachqualität aufweist und für Spracherkennung uneingeschränkt geeignet ist. Die Erkennungsgenauigkeit steht der meines schnurgebundenen Headset, das normalerweise für mich das Maß aller Dinge darstellt, in nichts nach. Dafür habe ich aber kein Kabel mehr, über das ich fahre, und so ein Handmikrophon ist ja auch sehr praktisch, wenn man keine längeren Texte hintereinander diktiert, sondern nur von Zeit zu Zeit kürzere Sachen absitzen muss...

Verspielt sind die Bezeichnungen der einzelnen Komponenten. Neben dem eigentlichen Mikrofon, den SpeechMike Air, gibt es eine Ladestation namens Airport, einen Sender (der meist in der Ladestation steckt, aber auch mit einem Mini-USB-Kabel direkt an den Rechner angeschlossen werden kann, zum Beispiel wenn man unterwegs ist) namens AirBridge und eine Tasche mit dem schönen Namen Airbag. Wer mag, kann sich das Gerät auch an einer mitgelieferten Schnur um den Hals hängen und ein (nicht mitgeliefertes) Headset oder ein Ansteckmikrophon daran befestigen.

Das SpeechMike Air gibt es wie auch das schnurgebundene Gerät in 3 verschiedenen Varianten mit Drucktasten, Philips-Schiebeschalter und internationalen Schiebeschalter für jeden Geschmack. Neben den Steuerungstasten für das Diktat ist immer eine Mausfunktion sowie 3 frei belegbare Funktionstasten dabei, so dass das Gerät tatsächlich den Rechner komplett bedienen kann. Der Preis liegt bei 399 € zuzüglich Mehrwertsteuer; die Variante mit Philips SpeechExec-Diktiersoftware kostet 499 € zuzüglich Mehrwertsteuer. Wer mit Dragon NaturallySpeaking arbeitet, kommt mit der Variante ohne SpeechExec-Diktiersoftware bestens zurecht.

Ach so: der Testbericht der FAZ ist in der heutigen Ausgabe vom Dienstag, 22.12.2009, erschienen. Kompetenter Tester ist wie immer Michael Spehr.

21 Dezember 2009

Opera Face Gestures

Nach der Spracherkennung jetzt die Gesichtserkennung - Steuern Sie Ihren Browser ohne Hände, nur mit Bewegungen des Gesichts! Hier das Video bei YouTube - Opera Face Gestures.

Fast noch komischer als dieser Aprilscherz ist die Tatsache, dass sich jemand, inspiriert von diesem Video, die Mühe gemacht hat, tatsächlich ein solches Programm zu schreiben:

http://www.smert.net/2009/04/23/opera-face-gestures-beta/

Video der Spracherkennung in Windows 7

Simon macht mich aufmerksam auf dieses Video, in dem die Spracherkennung in Windows 7 geradezu didaktisch vorgeführt wird. Didaktisch zum einen deshalb, weil so ungefähr alles, was man mit der Spracherkennung machen kann, irgendwann irgendwo vorkommt; zum andern auch, weil gezeigt wird, dass doch eine Menge auf den Autor ankommt: wer wie dieser Autor seine Gedanken erst beim Sprechen verfertigt, wird natürlich beim Diktieren länger brauchen als jemand, der bereits Übung darin hat, sich "spracherkennungstauglich" auszudrücken. Allein schon das Zögern vor jedem Satzzeichen spricht Bände :-)

Aber im ganzen ein wirklich gelungenes Video, das ich jedem nur empfehlen kann, der sich einmal mit der Spracherkennung in Windows 7 auseinandersetzen will.

Ich diktiere natürlich weiter mit Dragon NaturallySpeaking :-)

Dragon-Suche für das iPhone

Nachdem zumindest in den USA ein Dragon-Diktiersystem für das iPhone erhältlich ist (siehe unten), gibt es nun auch eine ganz ähnliche Anwendung zur Websuche mit dem iPhone.

Die Ankündigung verspricht wieder einen ganz einfachen Gebrauch: Anwendung starten, Suchbegriff sagen, Ergebnisse erhalten. Durchsucht werden folgende Dienste: Google, Yahoo, or Bing als Suchmaschinen (je nach Einstellung), YouTube, Twitter Search, iTunes™ und Wikipedia. Mit einem Suchwort werden sämtliche eingestellten Suchmaschinen durchforstet und die Ergebnisse geordnet angezeigt. Ein Video mit der Anwendung ist zu sehen unter
http://www.dragonmobileapps.com/apple/search_demo.html

Im Moment ist auch diese Anwendung im amerikanischen Appstore kostenlos zu haben. Hier der Link:

http://itunes.apple.com/us/app/dragon-search/id341452950?mt=8

08 Dezember 2009

Dragon für iPhone ist da - in Amerika

Soeben kommt die Ankündigung: Dragon für das iPhone ist da. Es funktioniert genau wie letzte Tage beschrieben: die Anwendung wird auf dem iPhone gestartet, der Text diktiert, mit einem Button "done" an einen Server zur Umsetzung geschickt und kommt in allerkürzester Zeit als Text zurück. Im Gegensatz zu Spinvox ist an ihr offensichtlich tatsächlich kein Mensch beteiligt.

Dafür ist die Erkennungsgenauigkeit sensationell gut. Der Herr in diesem Film wäre für mich ein Kandidat für eine Schulung im Diktieren, und selbst er erzielt eine einwandfreie Erkennung.

Nuance selbst demonstriert die Anwendung hier.

Im Moment ist die Anwendung im amerikanischen AppStore kostenlos zu haben (das wird sich aber ändern).

Produkt-Homepage

02 Dezember 2009

Haben wollen! (Dragon auf dem iPhone)

In meinem letzten Beitrag habe ich bereits darüber geschrieben, dass es eine Beta-Version einer Spracherkennung für das Handy gibt. Zum 1. Mal ist die Beta-Version für das iPhone jetzt im Internet zu sehen

Der Beitrag mit zugehörenden Video zeigt sehr schön, wie das Diktat in das iPhone funktioniert: die Sprache wird aufgezeichnet, mit einem Knopfdruck die Spracherkennung gestartet (die also offensichtlich auf einem entfernten Server läuft) und der Text in ein Diktierfenster übertragen. Von dort aus kann er in eine E-Mail, eine SMS oder in die Zwischenablage kopiert werden.

Nicht ganz so komfortabel von der Anwendung wie Dragon NaturallySpeaking auf dem PC, aber dafür von einer unglaublichen (man beachte das Video!) Erkennungsgenauigkeit, und auf jeden Fall wesentlich praktischer und besser als die Mäusetastatur des iPhone oder jedes anderen mobilen Gerätes. Der Tester ist entsprechend beeindruckt und spricht davon, dass diese Pflicht-Anwendung die Art, wie er sein iPhone verwendet hat, grundlegend verändert hat.

Tatsächlich: auf diese Anwendung haben wir gewartet! Wenn sie zu einem halbwegs vernünftigen Preis erhältlich ist, muss sie doch einfach ein Renner werden - und ich freue mich schon darauf, demnächst überall Leute in das iPhone diktieren zu sehen :-)

(Dank an Michael Spehr)

24 November 2009

Spracherkennung fürs Handy

Darauf warte ich seit Jahren: die Möglichkeit, mit dem Handy eine SMS oder E-Mail zu diktieren. Nuance bietet demnächst eine solche Lösung an. Wie der FAZ vom heutigen Dienstag, 94 zur November 2009, zu entnehmen ist, befindet sich die Software im Moment im Beta-Stadium und kann unter anderem auf dem BlackBerry und auf einem Nokia-Handy getestet werden. Es ist sowohl möglich, mit Sprachbefehl eine neue SMS zu erstellen ("sende SMS an Klaus Müller") als auch diese zu diktieren. Die eigentliche Spracherkennung geschieht auf einem Server von Nuance, das noch zu korrigierende Ergebnis wird zurückgeschickt und kann nach den erforderlichen Änderungen verschickt werden.

Michael Spehr, der Tester, ist schon recht angetan, sagt aber noch nichts zur aktuellen Erkennungsgenauigkeit. Diese wird vom Hersteller bei einem trainierten Sprecher mit 95-98 %, bei einem untrainierten Sprecher (was der Wirklichkeit mehr entsprechen dürfte) mit circa 86 % angegeben. Letzteres ist noch nicht wirklich praxistauglich, aber schon ein sehr guter Ansatz.

Ich bemühe mich um eine Betaversion - auf diese Anwendung habe ich wirklich seit Jahren gewartet. Meine Ergebnisse werden dann wie gewohnt hier veröffentlicht.

23 November 2009

Nuance siegt gegen Schnellschreiberin

Zu besichtigen bei YouTube - Mensch-gegen-Maschine: Nuance siegt gegen Schnellschreiberin.

Bei diesem Video handelt es sich um die Dokumentation eines Wettbewerbs, der Anfang November öffentlich auf der Veranstaltung Nuance Conversations abgehalten wurde: ein Diktat mit Dragon NaturallySpeaking ist schneller als das Tippen desselben Textes von der deutschen Meisterin im Schnellschreiben.

Was man natürlich bei dieser Plattform nicht anders erwartet hat :-)

06 November 2009

Zeit der Sprachsteuerung ist gekommen

Microsoft sagt: die Zeit der Sprachsteuerung ist gekommen - So berichtet der online-Dienst WinFuture.de. Wenn ein Konzern wie Microsoft dies tatsächlich in den Vordergrund stellt, und die Technologie entsprechend ist (was mit der Spracherkennung in Windows 7 durchaus gegeben sein dürfte), so machen wir Spracherkennungsbegeisterten einen großen Schritt nach vorn. Diktat und Steuerung des Rechners per Sprache entlastet einfach bei der Arbeit, sorgt dafür, schneller zu sein und bequem arbeiten zu können. Schon jetzt ist die Steuerung von Windows Vista und insbesondere Windows 7 durch Sprache vorbildlich und baut viele Hürden ab. Mit Dragon NaturallySpeaking lässt sich das meiste auch machen, wenn auch vielleicht nicht immer so intuitiv - dafür können aber die Befehle, die Microsoft nicht kann oder uns aus anderen Gründen vorenthält, mit Dragon NaturallySpeaking Professional nachprogrammiert werden.

Ich merke immer mehr, wie sehr ich mich auf mein Mikrofon verlasse und wie ungern ich noch die Maus in die Hand nehme. Dabei spielt natürlich eine wichtige Rolle, dass mir vom Sprechen die rechte Hand nicht weh tut und sich die Schultern nicht verspannen.

Dabei fällt mir ein, dass ich vor einigen Wochen gar nicht darüber berichtet habe, dass eine große Agentur die Spracherkennung ebenfalls als Technologie einstufte, die das Tal der Tränen inzwischen durchschritten hat und sich auf dem Hang der Erleuchtung befindet. Und als ich am Mittwoch auf der Veranstaltung der Firma Thax Software waren, die unter anderem Anwaltskanzleien ausstattet, hieß es dort, dass eine moderne Anwaltskanzlei eine Spracherkennung haben sollte - und sei es nur für die Fälle, wenn die Sekretärin nicht mehr zum Schreiben zur Verfügung steht.

04 November 2009

Dragon NaturallySpeaking jetzt offiziell für Windows 7 zertifiziert

Wie der Hersteller berichtet, ist Dragon NaturallySpeaking 10.1 jetzt offiziell auch für Windows 7, sowohl 32 Bit wie auch 64 Bit, zertifiziert.

Ankündigung im Nuance-Blog

Ankündigung auf der Nuance-Website

Da die Meldungen aus den USA kommen, wo Dragon Medical 10.1 erhältlich ist, wird dort nicht zwischen den verschiedenen Versionen von Dragon NaturallySpeaking unterschieden. In Deutschland sind wir leider technisch noch nicht so weit, daher hier das Ergebnis meiner eigenen Tests mit Dragon NaturallySpeaking 10.0 sowie 10.1 unter Windows 7, 32 Bit und 64 Bit:

Dragon NaturallySpeaking 10.1 in allen Versionen läuft tatsächlich unter Windows XP, Windows Vista 32 Bit und 64 Bit, Windows 7 32 Bit und 64 Bit.

Dragon Medical 10.0 deutsch läuft (wie auch die anderen Editionen von Dragon NaturallySpeaking 10.0) unter Windows XP, unter Windows Vista und unter Windows 7 32 Bit - aber weder unter Windows Vista 64 Bit noch unter Windows 7 64 Bit.

Soweit alles klar?

Was die gängigen Eingabegeräte angeht, so habe ich inzwischen ungefähr 10 verschiedene Mikrofone getestet und nirgendwo ein größeres Problem festgestellt.

Es bleibt noch der Hinweis, dass es sich bei Windows 7 um ein Betriebssystem handelt, das neuer ist als die Anwendersoftware, die darauf läuft, und es von daher trotz aller möglicher Tests, Zertifizierungen usw. durchaus möglich ist, dass das Zusammenspiel mit Dragon NaturallySpeaking auf einigen Rechnern nicht funktioniert. Hierfür übernehme ich explizit keine Verantwortung!

22 Oktober 2009

Dragon und Windows 7

Heute ist Windows 7 erschienen - dies an sich ist keine Neuigkeit, für die man diese Netznotizen braucht, sind doch alle Zeitungen voll davon. Interessant ist die Frage, ob Dragon NaturallySpeaking unter Windows 7 läuft. Ohne dass ich es bisher selbst ausprobiert hätte, gibt es genug Leute, die dies getan haben und ihre Erfahrungen in diversen Foren veröffentlicht haben. Fazit:

Dragon 10.1 ist kompatibel sowohl mit Windows 7 32-bit als auch mit Windows 7 64-bit in allen Editionen. Frühere Versionen, und damit auch Dragon Medical 10.0, laufen zumindest unter Windows 7 64-bit nicht (ebensowenig wie unter Vista 64-bit). Versionen früher als Dragon NaturallySpeaking 10.1 werden auch unter Windows 7 32 Bit nicht offiziell unterstützt, es sind Kompatibilitätsprobleme bekannt geworden.

Inwieweit alle Mikrofone, Headsets usw. reibungslos unter Windows 7 32 Bit und/oder 64 Bit laufen, würde hier den Rahmen sprengen. Aller Erfahrung nach sollten Geräte, die unter Windows Vista 32 Bit und Windows XP funktionieren, auch unter Windows 7 32 Bit funktionieren. Geräte, die unter Windows Vista 64 Bit funktioniert haben, sollten auch unter Windows 7 64 Bit funktionieren. Im Zweifel wenden Sie sich an die entsprechenden Hersteller.

Nuance-Blog zum Thema Windows 7

Ältere Posts

09 Oktober 2009

MacSpeech Dictate Deutsch ist da

Wie der deutsche Vertrieb meldet, ist MacSpeech Dictate jetzt in neuer Version 1.5.5. auf Deutsch erhältlich. Der Vertrieb redet zwar etwas drum herum, und die Versionsnummer gibt es auch nicht her, aber die wesentliche Neuerung ist, dass jetzt Dragon NaturallySpeaking als Spracherkenner verwendet wird. Daher ändert sich die Produktbezeichnung auch - früher hieß die Mac-Spracherkennung iListen.

Von Preis und Umfang dürfte Dictate somit jetzt mit Dragon NaturallySpeaking Preferred vergleichbar sein. Das nicht mehr ganz taufrische iListen hat damit einen mehr als würdigen Nachfolger, und die Apfelfreunde müssen sich nicht mehr mit Parallels und ähnlichen Hilfskonstruktionen abmühen.

Selber testen kann ich leider nicht, daher verweise ich auf den recht positiven Test in Macwelt. Mit 1,8 wird eine gute Note gegeben, das Diktat funktioniert sehr gut in Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch, lediglich bei der Sprachsteuerung merken die Tester Schwächen an.

Hier die Herstellerseite.