Digital diktieren am Computer mit Spracherkennung und digitalen Diktiergeräten: Tipps und Tricks, Erfahrungsberichte und Links zu Dragon NaturallySpeaking und anderen Hilfsmitteln.
28 Januar 2010
Neues zum Thema Diktat auf dem BlackBerry
1. (und dies ist nicht wirklich neu) hat die Firma Brainworks schon seit längerem eine Software ProMobile im Programm, die dem BlackBerry zum Diktiergerät macht und sich auch in die Architektur eines BlackBerry-Enterprise Servers einbindet. Eine Meldung wert ist diese Software, weil sie sich auch in die aktuellen BlackBerry-Modelle einbindet, zum Beispiel das brandneue BlackBerry® Storm2™ und das BlackBerry® Bold™ 9700.
2. hat auch Philips inzwischen eine Software zum Diktat in den BlackBerry entwickelt. Zum Schreiben der Diktate wird zusätzlich die Philips-SpeechExec Software benötigt. Die Software gibt es zum Download unter www.speechshop.net; weitere Informationen auch unter http://www.dictation.philips.com/index.php?id=1809. Auch hier ist eine Einbindung in den BlackBerry Enterprise Server möglich.
26 April 2010
Dragon for Email für Blackberry
Die Funktionsweise ist der auf dem iPhone nochmals überlegen: das Diktat geschieht direkt in den E-Mail-Client des BlackBerry, Knopfdruck, diktieren, nochmal Knopf drücken, und der Text erscheint wenige Sekunden später in der Anwendung und kann von der abgesendet werden.
Hier ein englisches Video, welches es recht schön demonstriert:
Die Anwendung kann derzeit kostenlos heruntergeladen werden, allerdings nur in Amerika. Offensichtlich ist auch ein Vertrag mit einem amerikanischen Netzbetreiber nötig. Wer trotzdem der Link möchte:
http://www.dragonmobileapps.com/index.html
29 Mai 2008
BlackBerry zum Diktat – Diktiersoftware für BlackBerrys von Thax
Die Software soll 149 € zzgl. Mwst. kosten; derzeit gibt es sie zum kostenlosen Download zur Evaluation.
Ich warte seit Jahren auf eine vernünftige Lösung für den Pocket PC; Thax verspricht da was für "in ca. 3 Monaten". Ich bin gespannt!
(Dank an Ronny Jaekel)
07 März 2009
CeBIT-News
Datatronic zeigte am Datev-Stand ihr Diktiersystem inkl. SpeechMagic-Spracherkennung, das sich v.a. durch seine Anbindung an Datev Phantasy auszeichnet.Auf derselben Basis, jedoch nach eingenen Angaben durch mehr Schnittstellen vielseitiger einsetzbar, ist DictaPlus, die nach der Übernahme von Philips Speech Recognition durch Nuance jetzt auch wieder in den medizinischen Sektor wollen und dazu in der kommenden Version 6.2 einige Schnittstellen versprechen.
Auf Dragon als Spracherkennung bauen die Diktiersysteme von Dictanet, WinScribe und Thax. Bei allen drei Herstellern war das mobile Diktat in das iPhone (nur Dictanet) und den Blackberry ein Thema. Der iPhone-Client von Dictanet und das Blackberry-Diktat von WinScribe sollen grundsätzlich auch in der Lage sein, an eine Spracherkennungngesendet zu werden, was mein heimlicher Traum ist: unterwegs diktieren und das geschriebene Diktat zuhause (oder gar per Mail auf dem mobilen Gerät) erhalten. Thax, die für Dictanet den Blackberry-Client liefern, arbeiten nach eigener Aussage auch daran, holten mich aber auf den Boden der Tatsachen zurück mit der Anmerkung, dass die Tonqualität wohl kaum für wirklich gute Spracherkennung ausreichen dürfte.
Während diese Hersteller sich auf juristische und medizinische Workflowlösungen spezialisiert haben, stellt Linguatec mit der neuen VoicePro 12-Software eine Lösung vor, die auch für den weniger spezialisierten Anwender - und Gerhard Schröder -interessant ist. VoicePro basiert auf der für sich genommen schon vorbildlichen Sprachsteuerung von Windows Vista und hilft dem noch deutlich verbesserungsfähigen Diktat unter Vista durch verbesserte Sprachmodelle und Korrekturmöglichkeiten auf. Mehr darüber im nächsten Post.
Über Spinvox habe ich hier bereits berichtet; was mir neu war, ist, dass die Technologie dahinter zumindest teilweise von dem ägyptischen Hersteller InfoDynamix. Dort ruft man tatsächlich einen Server an, der Sprache in Text verweandelt; die deutsche Dependance in Düsseldorf ist aber leider meist überlastet, so dass es nur selten gelingt, sich selbst eine Sprachnachricht zu diktieren,. Dies soll sich aber demnächst ändern, wie mir ein freundlicher Vertreter der Firma versprach - wollen wir es hoffen.
Schließlich benötigt man für gutes Diktat ein gutes Mikrofon. Plantronics stellt zwei neue schurlose Headsets von, die wahlweise an PC und Handy bzw. Festnetztelefon angeschlossen werden können, so dass man nur ein Gerät für beides braucht. Sie sollen im Laufe des Jahres unter der Bezeichnung Savi Office bzw. Savi Go erscheinen. Savi Office funkt per DECT, Savi Go mit Wideband Bluetooth, womit es dann auch für Spracherkennung tauglich sein sollte, wenn die Konnektivität stimmt.
24 November 2009
Spracherkennung fürs Handy
Michael Spehr, der Tester, ist schon recht angetan, sagt aber noch nichts zur aktuellen Erkennungsgenauigkeit. Diese wird vom Hersteller bei einem trainierten Sprecher mit 95-98 %, bei einem untrainierten Sprecher (was der Wirklichkeit mehr entsprechen dürfte) mit circa 86 % angegeben. Letzteres ist noch nicht wirklich praxistauglich, aber schon ein sehr guter Ansatz.
Ich bemühe mich um eine Betaversion - auf diese Anwendung habe ich wirklich seit Jahren gewartet. Meine Ergebnisse werden dann wie gewohnt hier veröffentlicht.
17 Februar 2010
Dragon- und Blackberry-Unterstützung von Grundig
Die aktuellen Software-Versionen gibt es teils kostenlos, teils als Demo unter http://www.grundig-gbs.com/de/download (Klick auf "PC-Software").
18 September 2007
Testbericht: Philips LFH 751 Software zur Übertragung vom Diktiergerät auf das Handy und Weiterleitung per E-Mail/WLAN
Die Software wird geliefert auf einer Micro-SD Karte, mit einem Adapter, so dass man sie überhaupt erst in das Diktiergerät oder das Handy/den PDA einlegen kann. Bei der Installation ist es wichtig, zunächst das .NET-Framework auf den PDA zu installieren, dann erst die Philips-Software. Ich habe es natürlich zunächst mal umgekehrt gemacht, woraufhin die Installation nicht funktioniert hat. Das kommt davon, wenn man entgegen der Anweisung auf der Packung die Readme-Datei nicht liest :-)
Es empfiehlt sich, das Programm in den Hauptspeicher des Geräts zu installieren und nicht auf die Speicherkarte, es sei denn, man verwendet die Speicherkarte sowohl im Diktiergerät als auch für die Übertragung der Programme. Dann muss man aber immer diese Speicherkarte verwenden, was vermutlich wenig praxistauglich ist (hat da jemand echte Erfahrung mit?). Ist das Programm im Hauptspeicher installiert, kann ich eine beliebige Speicherkarte einlegen und die Diktate werden übertragen, sobald ich die Speicherkarte einstecke.
Übertragungsmöglichkeiten bestehen über E-Mail an einen vorkonfigurierten Empfänger, inklusive der Möglichkeit für cc und bcc. Eine andere Möglichkeit ist, über WLAN die Diktate in einem UNC-Pfad zu speichern. Da ich hier im Moment kein WLAN habe, konnte ich das nicht ausprobieren. Schließlich gibt es einen Automatik-Modus, in dem erst versucht wird, über WLAN zu speichern, wenn das nicht geht, werden die Diktate per E-Mail verschickt.
Übrigens funktioniert es nicht, Diktate auf einem Grundig- oder Olympus-Diktiergerät aufzuzeichnen und zu versenden. Es erscheint eine Fehlermeldung "Bitte nehmen Sie Ihre Diktate auf einem Philips Pocket Memo auf".
Interessanterweise verschwinden die Installationsdateien im CAB-Format nach der Installation von der SD Karte, so dass die Software nur noch vom PC aus installiert werden kann. In der entsprechenden PC-Installationsroutine ist das .NET-Framework mit enthalten.
Getestet habe ich auf einem XDA neo mit Windows Mobile 5. Die Software soll auf allen Geräten mit Windows Mobile 5 und 6 laufen, außerdem braucht man einen gültigen E-Mail-Account auf dem Gerät, um die Diktate zu versenden. Und natürlich sind die Diktate auch spracherkennungstauglich, wenn man sie vom PDA zum Beispiel direkt in den Eingangsordner einer Spracherkennung versendet.
Und der Preis? z.B. 99 € zzgl. MWst.
Philips SpeechExec Mobile PDA im 4voice-Shop.
22 Dezember 2011
Nuance will Vlingo übernehmen
Nuance-Technologie ist ja schon in Siri enthalten, wenn dies auch nicht an die große Glocke gehängt wird. Mit der angekündigten Übernahme wird Nuance versuchen, auch auf Smartphones seine marktbeherrschende Stellung zurückzuerobern bzw. auszubauen (je nachdem, aus welchem Blickwinkel man die aktuellen Technologien sieht).
Die Pressemitteilung ist da ganz eindeutig: nachdem in den letzten Monaten die Nachfrage nach Sprachsteuerung sprunghaft gestiegen ist (Hallo Siri!), sieht man einen Markt in der Größenordnung von 5 Milliarden $ für die Sprachsteuerung von Smartphones, Tablet PCs, Musik-Abspielgeräten, Navigationssystem usw. Die bewährte Strategie von Nuance ist, Anbieter von solchen Technologien aufzukaufen und die Technologie entweder in eigene Produkte einzubauen oder die Produkte gleich mit zu übernehmen.
5 Milliarden $ finde ich allerdings schon eine Hausnummer. Nuance geht offensichtlich davon aus, dass jetzt endlich die soziale Akzeptanz da ist, mobile Geräte, Computer usw. per Sprache zu steuern. Auch hier war Apple wieder Vorreiter.
Eigentlich merkwürdig, dass trotz hartnäckiger Bemühungen Spracherkennung und Sprachsteuerung am PC seit vielen Jahren ein Nischendasein fristet. Hat Nuance nicht laut genug verbreitet, welche Möglichkeiten Dragon NaturallySpeaking schon seit langem bietet, ist die Firma einfach nicht cool genug, oder liegt es am Ende doch an der Qualität des Produktes? Wir erinnern uns an die Reklamen von vor 12 Jahren, als die 1. Spracherkennungssysteme für Privatkunden auf den Markt kamen mit der Versprechungen, man könne ab sofort Tastatur und Maus verbrennen. Davon sind wir immer noch weit entfernt (und das wird auch so bleiben). Seitdem hat die Spracherkennung am Computer ein massives Imageproblem, und das völlig ohne Not: Dragon NaturallySpeaking kann den Computer komplett ohne Handy steuern, und auch die seit Windows Vista ins Betriebssystem eingebaute Spracherkennung hat in dieser Beziehung Maßstäbe gesetzt, die nur leider am Publikum völlig vorbeigegangen sind.
Und das sogar bei Anwendern, die eine Sprachsteuerung bitter nötig hätten. Vor ein paar Wochen habe ich noch mit einem Dragon NaturallySpeaking-Händler telefoniert, der Körperbehinderte ausstattet und berichtet, dass ein Großteil seiner Kunden sich weigert, den Computer per Sprachbefehl zu steuern, obwohl es viel einfacher für sie wäre…
Wenn Siri, Majel oder wer auch immer hier etwas bewirken, ist schon eine Menge erreicht.